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Die Rückkehr der Inflation

Wer sich den Spaß gönnt, die Paprika oder die Tomate einzeln zu wiegen, weiß was Teuerung ist. Ein Stück Gemüse für einen Euro und einige Cent, da rechnen nicht wenige wieder in D-Mark um und fassen sich an den Kopf. Für 2,50 DM gab’s mal ein ganzes Mittagessen, zumindest in der Bochumer Uni-Mensa. Doch die Teuerung trifft uns auch deshalb so heftig, weil die Preise gerade in Sprüngen nachholen, was sie lange versäumt haben. Milch und Butter sind zwar teurer geworden – aber nicht teurer als sie vor 20 Jahren schon mal waren. Die Deutschen geben von allen Westeuropäern am wenigsten für Lebensmittel aus, etwa 15 Prozent ihres Einkommens, dafür am meisten von allen für Autos. Die Schnäppchenjagd hat zum Discounter-Boom und einem enormen Wettbewerb geführt, der uns jahrelang vor allzu großen Preissprüngen bewahrt hat. Allerdings fällt die Rückkehr der Inflation in eine Zeit sozialen Wandels. Die Mittelschicht schrumpft, es gibt mehr Reiche und mehr Arme. Letztere können nicht mehr ausgeben, nur weniger kaufen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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