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Die Milch machts …kompliziert

Man findet sie immer häufiger im Kühlregal. Die Milch mit dem Aufdruck „länger frisch“, „maxifrisch“ oder „extra langer Frischegenuss“. Wer oft auf die Schnelle einkauft oder gerade bei dem gewohnten Griff zur Frischmilch nicht genau darauf achtet, dem ist der schleichende Wandel gar nicht aufgefallen. Einige werden sich höchstens gefreut haben, eine Milchpackung zu erwischen, deren aufgedrucktes Datum auf eine längere Haltbarkeit hinweist als noch vor ein paar Jahren. Hinter dieser länger haltbaren Milch verbirgt sich aber schlicht ein anderes Produkt aus der Branche: die so genannte ESL-Milch (Extended Shelf Life). Diese längerfrische Milch ist ein sich immer mehr durchsetzendes Mittelding aus Frischmilch und H-Milch.

Die ESL-Milch unterscheidet sich von der Frischmilch vor allem durch ihre längere Haltbarkeit (12-21 Tage). Das kann durch zwei Methoden erreicht werden. Einige Molkereien verwenden dafür ein bestimmtes Erhitzungsverfahren. Hierbei wird die Milch für etwa 10 bis 15 Sekunden auf 127 °C erhitzt und dann sofort auf 90 °C heruntergekühlt. Ein anderes, produktschonenderes Verfahren ist die Filtration, bei der zunächst die Mikroorganismen abgetrennt werden, um die folgende Wärmebehandlung zu verkürzen. Dummerweise ist das für den Konsumenten nicht erkennbar. So merkt die Verbraucherzentrale NRW an, dass die Kunden die richtige Wahl treffen können müssen und appelliert an Hersteller und Handel auf Nachbesserung in der Kennzeichnung. „Je nachdem, welches Haltbarkeitsverfahren bei der ESL-Milch angewendet wird, kann sich der Geschmack tatsächlich verändern“, so die Verbraucherzentrale. Und wer den Geschmackstest gemacht hat, wird das bestätigen. Einige Produkte weisen tatsächlich den eher für H-Milch typischen Kochgeschmack auf. Einigkeit beim Mangel in der Kennzeichnung gibt es mit dem Bundesverbraucherministerium. Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen. „Es gibt viele Verbraucher, die eine längere Haltbarkeit als Vorteil sehen und deshalb zur ESL-Milch greifen. Doch sollte die derzeit auch aus Sicht des Bundesverbraucherministeriums unzureichende Kennzeichnung nicht dazu führen, dass die „alte Frischmilch“, die viele Verbraucher wünschen, vom Markt verschwindet.“

P2news

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