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Die Linke vor den Wahlen – Die Krise der Großen – Kommentar

Man sollte nicht den Fehler machen, „Die Linke“ nicht ernst zu nehmen. Auch wenn das Klassenkampf-Vokabular zuweilen so wirkt, als wollten sich die Redner selbst auf die Schippe nehmen, ist ihre Analyse zur Lage der etablierten Parteien so falsch nicht. Die Zustimmung zu den großen Parteien sinkt, viele trauen ihnen die Bewältigung der Probleme nicht mehr zu. Und ob die FDP ihren Höhenflug 2009 fortsetzen kann, ist nicht ausgemacht. Zugleich zählt die Linke jede Woche 70 neue Mitglieder, ihre Umfragewerte in NRW liegen über fünf Prozent. Dass sie in den Landtag einziehen wird, gilt vielen bereits als sicher. Die Linke zielt auf eine Klientel, die sich von der „großen Politik“ übergangen und missachtet sieht, die Menschen fühlen sich mit ihren Sorgen „gehört“. Dies ist kein Verdienst der Linken, sondern ein Versagen der anderen Parteien. Was die Partei von ihren Forderungen umsetzt, ist eine andere Sache. Denn was ist ihr Angebot außer Fundamental-Opposition? Dabei zu helfen, die Krise zu vertiefen, um dann das ganze System zu kippen, ist destruktiv und keine Alternative zu einer gestaltenden Politik.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

P2News

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