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Die Lage in Nordkorea – Kommentar

Das Land heißt immer noch Demokratische Volksrepublik Korea, obwohl Diktator Kim Jong Il einen Steinzeitsozialismus dekretiert. Das abgeschottete Land wurde nur dann für humanitäre Hilfe geöffnet, wenn dem Regime das Wasser bis zum Halse stand. Zuletzt sah sich Pjöngjang im Interesse des Machterhalts jedoch genötigt, im Gegenzug für umfangreiche Energielieferungen auf den militärischen Teil seines Atomprogramms zu verzichten. Mit Südkorea wurden erste gemeinsame Wirtschaftsprojekte vereinbart, die die Grenze am 38. Breitengrad etwas durchlässiger machten.

Aber damit soll nun Schluss sein. Als Reaktion auf einen härteren Kurs der Regierung in Seoul will Pjöngjang die Grenze wieder dicht machen. Zudem rückte das Regime von der Verpflichtung ab, die eigenen Nuklearanlagen von internationalen Inspekteuren überprüfen zu lassen. In der Vergangenheit dienten solche Manöver dazu, bei Verhandlungen mehr herauszuholen. Diesmal fällt die neue Eiszeit mit Spekulationen über den siechen Kim zusammen. Bei dessen Ableben würde vermutlich das Militär die Macht an sich reißen. Eine Aussicht, die verstärkt frösteln lässt.

Märkische Oderzeitung

P2News

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