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Die gute Nachricht: Streiten ist ein Vertrauensbeweis

Ausgerechnet an den „friedlichen“ Weihnachtstagen zieht ganz und gar unfeierlicher Streit auf – das kennt jede Familie, manche sogar „alle Jahre wieder“… Umso erfreulicher, dass es jetzt pünktlich zu den Festtagen diese gute Nachricht gibt: Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist Streit ein Vertrauensbeweis und somit positiv, berichtet das Gesundheitsmagazin HEALTHY LIVING in der aktuellen Ausgabe.

In einem großen Special zum Thema Streiten („Der HEALTHY LIVING-Coach“) sieht es der bekannte Züricher Psychologe Prof. Allan Guggenbühl nicht als grundlegendes Problem, dass man sich immer – auch an Weihnachten – am heftigsten mit den Menschen streitet, die einem am stärksten verbunden sind. Guggenbühl: „Um richtig streiten zu können, braucht es eine Beziehung mit emotionaler Tiefe. Streit ist eine Art Vertrauensbeweis. Und Freundschaften ohne Auseinandersetzungen sind keine Freundschaften.“

Der Psychologe erklärt, dass Streiten auch aus einem anderen Grund positiv ist: Weil der menschlichen Selbsterkenntnis Grenzen gesetzt sind. „Wirklich problematische Seiten an uns können wir gar nicht erfassen, weil dann unser Selbstbild ins Wanken geriete“, so Guggenbühl. „Wir brauchen jemanden, der uns auf unsere Schwachstellen hinweist.“ Anders ausgedrückt: Im Streit lernen wir uns selbst und unseren Partner besser kennen. So bleibt eine Beziehung lebendig und kann wachsen.

Negativ wirken sich dagegen andere Arten von Streitigkeiten aus. So berichtet HEALTHY LIVING, dass 80 Prozent der Konflikte in Beziehungen ums Geld kreisen und dass sich in 35 Prozent der Partnerschaften wegen der Verwandtschaft gestritten wird. Hier sollten absolut klare Regeln aufgestellt werden. Beispiel Finanzen: Das Drei-Konten-Modell kann negative Auseinandersetzungen im Keim ersticken – jeder Partner besitzt sein eigenes Konto für Kleidung und Hobbys, vom gemeinsamen Konto gehen Miete, Einkäufe etc. ab. Wichtig ist, dass kein Partner Rechenschaft über seine Ausgaben ablegen muss, auch derjenige nicht, der vielleicht kein eigenes Einkommen beisteuert.

Und noch eins ist dringend zu beachten, damit nicht immer wieder Negativ-Streits auflodern: Akzeptieren Sie die Unterschiedlichkeit Ihres Partners! Was beispielsweise jeder von uns unter Ordnung versteht, ist fest in der Persönlichkeit verwurzelt – und so gut wie nicht veränderbar.

Gruner+Jahr AG & Co KG, P2news

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