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Die große Angst

In den USA geht die Angst vor einer Rezession um – und das mit gutem Grund. Schließlich schlägt die Hypotheken- und Kreditkrise immer noch voll durch. Allerdings ist es auch der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten geschuldet, dass es so weit gekommen ist. Denn nach den Terroranschlägen 2001 hatten die USA mit niedrigen Zinsen und günstigen Krediten die Wirtschaft und den Immobilienmarkt angeschoben. So bekamen aber auch viele Amerikaner ohne ausreichende Sicherheiten einen Baukredit. Als dann die Zinsen erhöht wurden, konnten sie nicht mehr zurückzahlen. Die Immobilienpreise sackten in den Keller, die Krise war da. Wirklich weitsichtige Geldpolitik sieht anders aus. Auch bei dem jetzigen Rettungsprogramm kann man nach dem Nutzen fragen. So bedeutet das Milliarden-Paket auch für den US-Haushalt ein Risiko. Immerhin neigen Amerikaner aber mehr zum Konsum als die Deutschen und geben zusätzliches Geld, etwa durch Steuererleichterungen, eher aus. Von daher kann das Hilfsprogramm zwar ein Signal setzen. Der große Durchbruch ist es aber nicht.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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