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Die geheime Sprache des Schenkens

„Geschenke wärmen das Herz“, sagt man in China. Sie können aber auch für Frust und Enttäuschung sorgen – beim Beschenkten genauso wie beim Schenker. Etwa wenn der selbst gebastelte Fotokalender in der Schublade verschwindet, anstatt einen Ehrenplatz im Wohnzimmer zu bekommen. Oder wenn dem Liebsten nichts Persönlicheres einfällt als ein Buch-Gutschein. Aber warum ist es bloß so schwierig mit dem Schenken? Als Erwachsene können wir uns doch auch ganz einfach alles selber kaufen! „Was wir uns aber nicht kaufen können, sind Aufmerksamkeit, Zuneigung und Liebe“, sagt Friedrich Rost, Soziologe an der TU Berlin in der neuen Ausgabe des Frauenmagazins emotion. Und genau das macht die Sache kompliziert.

Denn ob wir wollen oder nicht: Ein Geschenk ist weit mehr als sein materieller Gegenwert. Es transportiert eine Botschaft und spiegelt wider, wie der Schenker den Beschenkten sieht. Werden dabei unausgesprochene Regeln verletzt, kommt es schnell zu Verstimmungen. Schenken beispielsweise Eltern ihren Kindern Geld, gilt das als fürsorglich. Umgekehrt jedoch kann dabei das Gefühl entstehen, für bedürftig gehalten zu werden – und schon wird Gutgemeintes zur Kränkung. Interkulturell passieren solche Missverständnisse naturgemäß noch leichter. So schwingt für einen Chinesen bei einer geschenkten Uhr die Botschaft mit, er werde das nächste Jahr nicht überleben. Und wer einem Spanier einen Strauß aus 13 Blumen überreicht, sagt damit: „Ich wünsche dir Unglück!“

Gruner+Jahr AG & Co KG, P2news

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