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Die geheime Hitliste der Kinder-Vornamen

Seit Jahren halten Maximilian, Alexander und Leon, Marie, Sophie und Anna Spitzenplätze in den Vornamen-Top-Ten. Wie es kommt, dass dennoch nicht in jeder Kindergartengruppe acht Leons spielen und die Hälfte aller Mädchen Marie heißen, erklärt die Zeitschrift ELTERN in der aktuellen Ausgabe.

Der Hauptgrund ist der neue Trend zu innovativen, einzigartigen Vornamen: Mehr als die Hälfte der Namen eines Geburtsjahrgangs werden heute nur ein einziges Mal vergeben! Dies ist ein überraschendes Resultat der jüngsten Erhebung durch die Gesellschaft für Deutsche Sprache in 170 Standesämtern, auf die sich alle Zahlen beziehen. Unter den innovativen Vornamen findet sich nicht nur Exotisches wie Nil oder Adeyemie (weiblich) bzw. Gagik oder Erijon (männlich) – im Jahr 2008 wurde auch nur ein Junge Lutz und nur ein Mädchen Petra genannt.

Circa 9000 verschiedene Namen erfassen die Standesämter mittlerweile pro Jahr. Die Vielfalt ist so groß, dass nur drei Prozent eines Jahrgangs die Top-Ten-Namen tragen. Unter diesen beliebtesten kommen Sophie und Marie doppelt so oft vor wie die anderen acht. Das heißt in Zahlen: Von den knapp 700 000 Kindern, die 2008 geboren wurden, waren nur 6500 Sophies. Der Vorname Maximilian, Spitzenreiter bei den Jungen, wurde in ganz Deutschland lediglich 3800 Mal vergeben.

Dies ist der Grund, weshalb Mütter und Väter sich getrost auch von den vorderen Plätzen im Namensranking inspirieren lassen können, so ELTERN. Und wer zum Beispiel Maria oder Sophie schön findet, aber zu verbreitet, kann auf eine weniger geläufige Schreibweise ausweichen: Sophy und Marija sind erwiesenermaßen noch extrem rar.

P2News/Gruner+Jahr AG & Co KG

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