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Die Bundeswehrreihen lichten sich

Die Bundeswehr hat sich in den letzten Jahren stark verändert – durch ihre Auslandsmissionen. Das gilt besonders für den Afghanistan-Einsatz. Die Schönfärberei der Bundesregierung, am Hindukusch würde eine bewaffnete Entwicklungshilfe gewährt, ist längst Makulatur. Bislang gab es keine ehrlichen Antworten auf drängende Fragen, warum der Krieg im Norden des Landes gefährlich ist, wie lange der Einsatz noch dauern wird und warum der notwendige zivile Aufbau noch nicht aus den Startlöchern gekommen ist. Ratlosigkeit allenthalben, weil die korrupte Zentralmacht regionale Machtherrscher gewähren lässt, Drogenbarone nach wie vor freie Hand haben. Das bleibt den Soldaten nicht verborgen. 92 Euro steuerfreier Zuschlag pro Tag ist die eine Seite der Medaille, die andere gewichtiger: Tod und Verwundung. Der gefährliche Einsatz hinterlässt Spuren. Ärzte und Piloten werden knapp, weil ihre Einsätze immer schneller aufeinander folgen. Offiziersbewerbungen gehen zurück, weil neben der Gefährlichkeit in der privaten Wirtschaft zunehmend qualifiziertes Personal gesucht wird. Daher reicht es nicht, wenn im Bundestag die Hände nach oben gereckt werden, um eine Verlängerung und eine Truppenerhöhung in Afghanistan durchzupeitschen. Es genügt auch nicht, wenn der finanzielle Rahmen verbessert wird. Das kaschiert nur kurzfristig das Desinteresse in der Heimat. Die Politik ist am Zug. Mit klaren Vorgaben, einer Strategie, die nicht von der Hand in den Mund lebt.

Westfalenpost, P2news

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Ein Kommentar

  1. Das kostet nur Geld!

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