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Die alten Bäder sterben aus

Ein Hoch auf die Vereine! Sie bauen städtische Badruinen wieder auf, sie verwandeln schäbige Kachelwüsten in schmucke Becken, sie schließen die Schwimmbadtüren sogar früh morgens und spät abends auf, wenn Berufstätige Zeit zum Sport haben. Das alles machen die Mitglieder so nebenbei, in ihrer Freizeit, für die Ehre. In Duisburg, in Dortmund und in vielen anderen Städten.

Wo wären wir ohne diese Ehrenamtlichen? Längst auf dem Weg zurück in die 1960er-Jahre. In die Zeit vor dem großen Bäderbau. Von denen, die damals Kinder waren, hat nur jeder Zweite überhaupt das Schwimmen gelernt. Die Generationen danach kamen leichter ins Wasser, Schwimmen wurde selbstverständlich.

Heute scheuen sich die Städte, in den Bädern ein Vermögen zu versenken. Vereine, Privatleute also, schultern einen großen Teil der Last. Oder es blühen Spaß- und Freizeitbäder. Orte zum Baden, Planschen, Rutsche-runterrutschen. Mit Sauna und Obstsalat, der Eintritt drei Mal teurer als im alten Hallenbad um die Ecke.

Schwimmen lernt man dort nicht. Jedenfalls nicht richtig. Nicht im Solebecken, nicht im pipiwarmen Baby-Pool, nicht beim Studenten, der ein paar Stunden die Aufsicht macht. Die alten Bäder sterben aus. Was bedeutet das? Jetzt schnell raus, ab ins Wasser, ein paar Bahnen ziehen. bevor es zu spät ist.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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