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Deutschland/USA: Eine große Stunde für Amerika

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht dem neuen US-Präsidenten Barack Obama kurz vor seiner Amtseinführung „Glück und gutes Gelingen“. Es sei für Amerika „eine wirklich große Stunde“ und auch ein gesellschaftspolitisches Ereignis, dass ein Farbiger jetzt Präsident werde. „Ich sehe darin eine Vielzahl von Chancen“, sagte sie im ARD-Morgenmagazin.

Die Erwartungen an Obama und die vor ihm liegenden Aufgaben sind groß. Für Merkel ist eine gute Kooperation mit dem neuen US-Präsidenten wichtig. „Ich hoffe, dass unsere Zusammenarbeit davon geprägt ist, dass man einander zuhört.“ Entscheidungen müssten mit dem Wissen getroffen werden, dass ein Land nicht allein die Probleme der Welt lösen könne. Dies könne nur gemeinsam gelingen. „Und in diesem Geist werde ich ihm auch begegnen“, unterstrich die Kanzlerin.

Ein erstes Treffen mit dem neuen US-Präsidenten wird es sicherlich bald in Deutschland geben. „Mit großer Wahrscheinlichkeit“ werde er am 3. April zum deutschen Teil des Nato-Gipfels „60 Jahre Nato“ kommen, kündigte Merkel an. Sie werde Obama aber auch herzlich nach Berlin einladen: „Je schneller, umso besser.“ Über einen Antrittsbesuch in Washington müsse auch noch gesprochen werden. „Vielleicht noch schneller“, so die Kanzlerin.

Eine enge Zusammenarbeit ist der Kanzlerin insbesondere bei der Bewältigung der internationalen Finanzkrise wichtig. Hier erwartet sie, dass ein multilateraler Ansatz stärker berücksichtigt wird. Die Vereinigten Staaten von Amerika müssten „ein Stück ihrer eigenen Souveränität“ internationalen Organisationen zur Verfügung stellen. „Das bedeutet, dass man sich auf internationale Regeln für die Finanzmärkte einlässt.“

Es müsse aber auch darüber gesprochen werden, wie langfristig gewirtschaftet wird. „Es wird notwendig sein, darüber zu reden und auch zu streiten“, machte Merkel deutlich.

Subventionen für Unternehmen nach dem Vorbild Amerikas lehnt die Kanzlerin ab. „Es kann natürlich nicht sein, dass wettbewerbsverzerrende Subventionen auf Dauer gezahlt werden.“ Dazu gebe es klare Regeln der Internationalen Handelsorganisation WTO. Europa könne nicht zugucken, wenn die einen subventionieren und die anderen den freien marktwirtschaftlichen Kräften vertrauten. „Wir brauchen Vergleichbarkeit auf der Welt.“

Um die amerikanische Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen, wünscht Merkel dem neuen Präsidenten „viel Geschick und Fortune“. „Denn als größte Volkswirtschaft der Erde ist sie der Schlüssel zur Bewältigung der Krise.“

P2News

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