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Deutschland/Russland: Gas muss wieder fließen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin über die gestoppten Gaslieferungen nach Westeuropa gesprochen. Merkel plädierte für eine Testphase, in der das Gas wieder nach Europa fließt. Daran sollten sich die EU-Beobachter vor Ort beteiligen.
Gleichzeitig könne in dieser Testphase sichergestellt werden, dass die Gaslieferungen für Europa nicht in der Ukraine verschwinden. „Ich plädiere für diesen Weg der Testphase, denn die Zeit drängt“, betonte die Kanzlerin. Dadurch würde auch ein Stück Vertrauen wieder hergestellt.

Energieversorger sind im Gespräch

Besonders die Slowakei und Länder auf dem Balkan seien in einer sehr schwierigen Situation. Aber auch für Deutschland sei es eine schwierige Erfahrung, kein Gas geliefert zu bekommen, machte Merkel deutlich. Daher habe die Bundesregierung auch mit der Ukraine kritische Gespräche geführt.

Die Kanzlerin erinnerte daran, dass es sich bei dem Gasstreit grundsätzlich um einen Konflikt zwischen Unternehmen handele. Sie sei daher froh, dass sich deutsche und europäische Unternehmen daran beteiligten, eine Lösung zu finden.

Der russische Ministerpräsident zeigte sich optimistisch. Er habe Gespräche mit Vertretern europäischer Energieversorger geführt, die Hauptabnehmer russischen Gases sind. „Ich glaube, wir können zu interessanten Vereinbarungen kommen“, zeigte sich Putin zuversichtlich. Zwei Probleme müssten dabei getrennt werden: die Gaslieferungen für Europa und die Deckung des ukrainischen Eigenbedarfs.

EU vermittelt im Gasstreit

„Wir müssen schnell eine Lösung finden, weil sich sonst nur Spannungen und Verspannungen aufbauen“, forderte Merkel. Russland und die Ukraine müssten in ihren bilateralen Gesprächen zu einer Lösung finden. Die EU werde alles tun, um diese Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu beschleunigen, versicherte die Kanzlerin.

Die russische Regierung hat am morgigen Samstag zu einem Gipfeltreffen in Moskau eingeladen, an dem auch die ukrainische Regierungschefin Julija Tymoschenko teilnehmen will. Die EU wird voraussichtlich durch Energiekommissar Andris Piebalgs und den tschechischen Energieminister Marti Riman, den derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden, vertreten.

P2News

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