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Deutschland muss ein Licht aufgehen

In Karlsruhe haben 50 000 Menschen erlebt, was ein Leben ohne Elektrizität bedeutet: Eineinhalb Stunden saßen sie nach einem Brand in einer Trafo-Station im Dunkeln. Der Schaden war schnell behoben. Es bleibt die Erinnerung an eine lästige Störung, mehr nicht. So glimpflich geht es für die Industrienation Deutschland künftig nicht ab. Die Energieagentur warnt vor einer Überlastung des Stromnetzes. Um im Bild zu bleiben: Die Alarmbirne flackert. Doch die Diskussion wird in der Politik immer noch nahezu aus ökologischer Sicht geführt: Es geht um Umweltschutz oder angebliche Sicherheitslücken in der Atomindustrie. Diese rot-grüne Lüftlmalerei setzt auf Windräder und andere regenerative Energien. Sie blendet zum Beispiel aus, dass der Strom der Windparks von der Küste mit gewaltigem Aufwand gen Süden transportiert werden muss: Das ist teuer und unsicher, von der Verspargelung der Landschaft ganz zu schweigen. Natürlich sind erneuerbare Energien lobenswert, sie taugen aber allenfalls als Bausteine eines Energiemixes. Immer noch steht der nur ideologisch, nicht ökonomisch, nicht einmal ökologisch zu begründende Atomausstieg, während um uns herum alle neue Kernkraftwerke bauen. Und Kohlekraftwerke sind trotz modernster Filtertechniken kaum noch durchsetzbar. Höchste Zeit, dass der Politik ein Licht aufgeht.

Quelle: Rheinische Post

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