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Deutscher Nato-General will Taliban spalten und mit ihnen verhandeln

Die Nato-Truppen in Afghanistan sollten nicht versuchen, das ganze Land zu kontrollieren, sondern sich auf die bevölkerungsreichen Regionen beschränken. Das forderte der deutsche General Egon Ramms, der für die Auslandseinsätze des Bündnisses zuständig ist
„Wir müssen nicht das ganze Land flächendeckend einnehmen, sondern dort Sicherheit schaffen, wo der Großteil der Menschen lebt“, sagte Ramms. Er ist Nato-Befehlshaber des Allied Joint Force Command, dem auch die International Security Assistance Force (Isaf) in Afghanistan untersteht.

Die Meldungen der amerikanischen Streitkräfte, die oft die Anzahl getöteter Aufständischer wie eine Erfolgsbilanz präsentieren, widersprechen nach Ansicht des Vier-Sterne-Generals „jedem humanitären Denken“. „Wir töten doch nicht Aufständische zum Selbstzweck“, sagte Ramms. Der 60-Jährige lobte die Vorgehensweise der Holländer. Die niederländischen Truppen hätten von Anfang an versucht, mit Verwaltungs-, Entwicklungs- und Landwirtschaftsexperten die Lage der Bevölkerung zu verbessern. Dadurch werde es in Orusgan, der Heimatprovinz des Taliban-Führers Mullah Omar, stetig ruhiger, während die Nachbarprovinz Helmand „noch weit davon entfernt“ sei, unter der Kontrolle der Nato zu stehen.

Er warne davor, „alle Aufständischen als Taliban zu bezeichnen“, sagte General Ramms.
Es sei immer klarer zu trennen zwischen ortsansässigen Aufständischen und eingesickerten ausländischen. „Man müsste die spalten, die einheimischen Aufständischen auf die Seite der Regierung ziehen und mit ihnen langfristig einen Frieden schließen.“

stern

P2News

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