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Deutscher Mittelstands-Barometer – optimistisch für 2008

Der Mittelstand blickt voll Optimismus ins neue Jahr und rechnet auch für 2008 mit einem weiteren Ausbau an Arbeitsplätzen, so das zentrale Ergebnis der aktuellen Befragung von 2.400 Unternehmern durch das Deutsche Mittelstands-Barometer, kurz DMB. Das derzeitige Stimmungshoch im Mittelstand wird danach auch in den kommenden Monaten anhalten und zur weiteren Belebung auf dem Arbeitsmarkt führen. Diese positiven Aussichten werden jedoch getrübt durch überbordende Regulierung, zu hohe Steuer- und Abgabenbelastungen sowie nachhaltigen Fachkräftemangel.

Mittelständler mit Geschäftslage zufrieden

Die befragten Unternehmer haben wieder Freude an ihrer Tätigkeit und bewerten ihre Geschäftslage überaus positiv. Mit einem Mittelwert von 68,13 verbessert sich die Einschätzung der Geschäftslage im Vergleich zur letztjährigen Befragung um 4,1 Punkte und erreicht damit erstmals einen Spitzenwert. Von der positiven Stimmungslage profitiert auch der Arbeitsmarkt: 38,6 Prozent der Mittelständler planen, neue Arbeitnehmer einzustellen.

Auffallend ist auch die Beurteilung des Konjunkturklimas, das mit einem Mittelwert von 32,65 so positiv wie nie zuvor eingeschätzt wird. Diese positive Beurteilung trifft jedoch nicht auf alle Wirtschaftszweige zu. Weitaus kritischer als in anderen Branchen wird das Konjunkturklima vom Einzelhandel eingestuft. Mit einem unterdurchschnittlichen Wert von 50 zeigt sich dessen schwierige Lage, u. a. hervorgerufen durch die Mehrwertsteueranhebung.

Hemmfaktoren: Fachkräftemangel, Überregulierung und hohe Steuern

Das Ausbildungsniveau der Nachwuchskräfte wird besonders stark im Groß- und Außenhandel, im Handwerk sowie im Verarbeitenden Gewerbe beklagt. Bei den regionalen Verteilungen ergeben sich große Divergenzen: In Baden-Württemberg wird der Ausbildungsstand mit einem Mittelwert von 49,17 kaum kritisiert. Dagegen wird im Saarland die Situation mit einem Mittelwert von 68 besonders dramatisch eingestuft. Wie in den DMB Befragungen der Vorjahre schätzen die Mittelständler Bürokratie und Regulierung sowie die hierzulande hohe Steuer- und Abgabenlast als sehr belastend ein und bewerten sie mit einem Mittelwert von 75,90 als äußerst hinderliche Rahmenbedingungen. “Um die positive Grundstimmung auch 2008 aufrechtzuerhalten und den Mittelstand gegen mögliche negative wirtschaftliche Einflüsse – wie die Auswirkungen der Finanzmarktkrise – zu stärken, muss gegen konjunkturelle Bremsklötze wie Fachkräftemangel, Überregulierung und hohe Steuern unverzüglich angegangen werden”, mahnt DMB-Studienleiter Professor Michael Lingenfelder von der Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft. Erste politische Maßnahmen, wie die Mittelstandsentlastungsgesetze, seien zwar ein Schritt in die richtige Richtung, reichten aber bei weitem noch nicht aus, so Professor Lingenfelder weiter.

Philipps-Universität Marburg

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