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Deutsche Ökonomen lehnen Europäischen Währungsfonds ab

Deutschlands Ökonomen lehnen die Einrichtung eines Europäischen Währungsfonds mit großer Mehrheit ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von 91 Professoren für Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche. Ein solcher Fonds war nach Beratungen der EU-Finanzminister am Freitag in Madrid als „Rettungsfonds“ für verschuldete Mitgliedsstaaten der Währungsunion ins Gespräch gebracht worden.

Nur 25 deutsche Ökonomieprofessoren (27 Prozent der Befragten) halten einen Währungsfonds für geeignet, um die Stabilität des Euro langfristig zu gewährleisten, 64 Lehrstuhlinhaber sprachen sich dagegen aus. Dagegen halten 70 der durch die IW Consult GmbH Köln befragten Experten (77 Prozent) die Einführung einer Ausstiegsklausel aus dem Euro für hoch verschuldete Mitgliedsländer für sinnvoll.

Um die Stabilität des Euro langfristig zu sichern, halten die Ökonomen konsequente Sanktionen bei einer Verletzung der Maastricht-Kriterien für das geeignete Mittel. 75 Wirtschaftswissenschaftler (82 Prozent der Befragten) stimmten dem zu. Für 63 Experten (69 Prozent) kann außerdem die Einhaltung der so genannten No-Bailout-Klausel, nach der ein Euro-Staat nicht für die Schulden anderer Teilnehmerländer aufkommen muss, zur Stabilität der Gemeinschaftswährung beitragen. 47 der befragten Professoren (51 Prozent) und damit eine knappe Mehrheit sprachen sich für eine stärkere Einbindung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei Stabilisierungsmaßnahmen in Defizit-Ländern aus.

P2News/INSM

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