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Der Staat als letzter Retter in der Not

Der Staat als letzter Retter in der Not. Die Ironie dieses Eingriffs der Regierung Bush in den vitalen Immobilienmarkt der USA wird in die Geschichte eingehen. Nicht weil die Übernahme der Hypotheken-Riesen Fannie Mae und Freddie Mac falsch wäre. Im Gegenteil. Die US-Regierung unternimmt genau das Richtige, eine globale Finanzkrise abzuwenden. Undenkbar wären die Konsequenzen für die Weltwirtschaft. Das gleiche gilt für den Häusermarkt in den USA, wo sich jenseits der Zwillingsorganisationen niemand mehr findet, der Finanzierungen ermöglicht. Die Ironie besteht darin, dass ausgerechnet eine Regierung, die sich damit brüstet, immer und überall auf den Markt zu setzen, sich in diesem Fall nicht darauf verlassen will. Denn die Konsequenzen einer natürlichen Bereinigung wären katastrophal. Nicht nur für die amerikanische Wirtschaft, sondern für die weltweite Finanzordnung. Die Kurssprünge an den Börsen zeigen, wie sehr der Markt auf verlässliche Rahmenbedingungen setzt und das Chaos des freien Spiels der Kräfte fürchtet. Das Experiment mit Fannie und Freddie zeigt darüber hinaus, dass Beides nicht geht: Auf der einen Seite sozialpolitische Ziele zu verfolgen, um Immobilienbesitz für größere Bevölkerungsteile möglich zu machen, und dabei gleichzeitig den Profit für die Anteilseigner zu steigern. An diesem grundlegenden Dilemma ist die bisherige Konstruktion gescheitert. Die neue US-Regierung wird sich entscheiden müssen, ob sie sich auf Dauer ganz aus dem Immobilienmarkt zurückzieht oder eine aktive Rolle darin spielen will. Fürs Erste wird ihr wenig anderes übrig bleiben als Verantwortung zu übernehmen. Denn ohne eine aktive Rolle des Staates kann die Immobilienkrise in den USA nicht überwunden werden.

Allgemeine Zeitung Mainz, P2news

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