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DAX-Unternehmen schütten 20,3 Milliarden Euro aus

Die Dividenden-Saison fällt in diesem Jahr erfreulicher für die Aktionäre aus, als Experten noch vor kurzem erwartet hatten. Laut Berechnungen des Anlegermagazins ,Börse Online‘ schütten die DAX-Unternehmen insgesamt 20,3 Milliarden Euro aus. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies zwar eine Reduzierung um knapp 17 Prozent. Die Ausschüttungsquote, also der Anteil des Gewinns, der in Form von Dividenden an die Aktionäre weitergereicht wird, liegt dabei mit 71,4 Prozent allerdings deutlich über dem langjährigen Schnitt von rund 50 Prozent.

Mit 3,4 Milliarden Euro führt die Deutsche Telekom das Ranking an. Die Divendende beträgt 0,78 Euro je Aktie. Mit aktuell 7,78 Prozent ist der Konzern damit der renditestärkste DAX-Titel. Auf Rang zwei folgt E.ON mit 2,9 Milliarden Euro, auf dem dritten Platz landet RWE mit 1,9 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank erhöht die Dividende zwar um 50 Prozent auf 0,75 Euro pro Aktie. Im Vergleich zu den Jahren vor der Wirtschaftskrise ist das jedoch noch wenig. Die Allianz und die Münchener Rück erfreuten dagegen Anleger mit einer höheren Ausschüttung. Auf eine Dividende verzichten müssen die Daimler-Aktionäre. Vorstandschef Dieter Zetsche wird nach dem 2009er-Milliardenverlust die Ausschüttung streichen. Leer ausgehen werden diesmal auch die Aktionäre der Lufthansa. Viele andere zyklische Unternehmen wie MAN, Salzgitter und ThyssenKrupp zahlen zumindest eine kleine Dividende.

Die MDAX-Unternehmen werden mit 1,96 Milliarden Euro voraussichtlich lediglich knapp drei Prozent weniger als im Vorjahr ausschütten, berichtet ‚Börse Online‘. Spitzenreiter in dem Index ist Gagfah. Der Immobilien-Konzern kehrt mit 0,80 Euro je Aktie genau so viel wie im Vorjahr aus. Mit einer Rendite von 12,01 Prozent führt er die Liste der Dividenden-Hits aus den Auswahlindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX an. Nach der Telekom folgt auf Platz drei der im SDAX vertretene Spezialist für Zeitarbeit und Personalvermittlung Amadeus Fire mit einer Rendite von 7,63 Prozent.

Mit einer Dividenden-Erhöhung um 150 Prozent lässt die Deutsche Beteiligungs AG aufhorchen. Der SDAX-Konzern beteiligt Investoren damit an zwei lukrativen Veräußerungen und zahlt neben einer Dividende von 0,40 Euro auch eine Sonderdividende von 0,60 Euro. Der Internet-Reifenhändler Delticom profitierte von der Abwrackprämie und dem frühen Wintereinbruch und erhöht die Ausschüttung um 70 Prozent auf 1,70 Euro. Im Small Cap-Bereich fällt darüber hinaus Westag & Getalit auf. Der Spezialist für Türen und Zargen verdoppelt die Dividende für die Vorzüge auf einen Euro.

Setzt sich die Erholung der Weltwirtschaft fort, sollten die deutschen Unternehmen ihre Ausschüttungen laut ‚Börse Online‘ im kommenden Jahr deutlich erhöhen.

P2News/G+J Wirtschaftsmedien

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