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DAX-Konzerne senken Ausschüttungen, Renditen sinken kräftig

Voraussichtlich fünf statt zwei DAX-Firmen werden diesmal die Ausschüttung ganz ausfallen lassen: Bei Infineon sind Anleger schon an Nullrunden gewöhnt. Zudem geht das Anlegermagazin ‚Börse Online‘ davon aus, dass Salzgitter, Daimler und Lufthansa die Dividende komplett streichen werden. Die Commerzbank hatte wegen der Inanspruchnahme des Rettungspakets der Bundesregierung bereits für 2008 auf eine Ausschüttung verzichtet. Gleiches gilt für das Geschäftsjahr 2009. Insgesamt dürften zehn DAX-Konzerne ihre Dividende senken, bei 16 Mitgliedern des deutschen Leitindex steht eine unveränderte Ausschüttung an. Immerhin bei vier DAX-Unternehmen ist mit einer Erhöhung zu rechnen: Allianz, Deutsche Bank, Fresenius und Fresenius Medical Care.

Große Abstriche müssen Dividendenfans bei der Rendite in Kauf nehmen. Durchschnittlich bringt es eine DAX-Aktie derzeit gerade einmal auf eine Verzinsung von 2,3 Prozent. Vor einem Jahr lag diese Kennziffer noch bei rund fünf Prozent.

Gemessen an der Dividendenrendite rangiert die Deutsche Telekom im DAX ganz oben. Aus der erwarteten Ausschüttung von 78 Cent je Aktie errechnet sich eine Rendite von knapp 7,6 Prozent. Mit Werten von jeweils gut fünf Prozent rangieren die beiden Versorgeraktien RWE und E.ON mit einigem Abstand hinter der Telekom. Ebenfalls zu den „Top-Zahlern“ im DAX gehören die Allianz und die Deutsche Post mit Renditen von jeweils rund 4,5 Prozent.

Im MDAX, dem Index für die mittelgroßen Firmen, steigt die Anzahl der Unternehmen mit Dividendenausfall voraussichtlich von elf auf 14. Insgesamt dürften 16 der 50 Indexmitglieder ihre Dividende kürzen, 28 den Vorjahresbetrag beibehalten und sechs Konzerne die Ausschüttung erhöhen. Die größten Renditen sind im MDAX bei Gagfah (12,7 Prozent), Hannover Rück (6,1 Prozent), Deutsche Euroshop (4,4 Prozent), Tognum (4,3 Prozent) und Boss (4,1 Prozent) zu holen. In der Summe werden die MDAX-Firmen voraussichtlich 2,05 Milliarden Euro ausschütten, nach 2,13 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Im SDAX, wo besonders viele konjunktursensible Unternehmen vertreten sind, ist der Einbruch der Dividendensumme um 28,2 Prozent auf 516 Millionen Euro am größten. Bei nicht weniger als 20 der 50 Indexmitglieder ist ein Dividendenausfall zu erwarten. Insgesamt rechnet ‚Börse Online‘ bei 21 SDAX-Konzernen mit einer Kürzung der Dividende, 25 Firmen dürften sie unverändert lassen und nur in vier Fällen kommt es zu einer Anhebung. Größte Renditebringer sind hier die Comdirect Bank (6,4 Prozent), Axel Springer (5,2 Prozent), Indus Holding (5,0 Prozent), Gerry Weber (4,7 Prozent) und Bertrandt (4,5 Prozent).

P2News/G+J Wirtschaftsmedien

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