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Das Ende der Bescheidenheit

Die Konjunktur sprießt und beflügelt die Gewerkschaften bei ihren Tarifforderungen. Bei Chemie/Bergbau/Energie liegt seit gestern eine Sieben-Prozent-Forderung auf dem Tisch. Bei der Bahn geht es um fünf Prozent. Die Telekom bietet gerade einmal 2,17 Prozent an. „Eine Frechheit“, sagt Verdi. Und so packen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einmal mehr ihre Drohinstrumente aus und rüsten verbal auf. Es gibt wieder Warnstreiks und Appelle an die Gewerkschaften, doch bitteschön nicht das zarte Pflänzchen Aufschwung zu gefährden. Bekannte Rituale. Und dennoch ist die Ausgangslage bei diesem Mal eine andere: In den meisten Branchen war jahrelang Bescheidenheit angesagt, um Arbeitsplätze zu sichern. Doch inzwischen droht ein Fachkräftemangel, sinkt die Arbeitslosigkeit. Obwohl die Lebenshaltungskosten steigen, schiebt der private Konsum die Konjunktur an. Die Gewerkschaften haben sich in der Krise als verantwortungsbewusste Tarifpartner erwiesen. Auch deshalb kam Deutschland mit einem blauen Auge davon. Das sollten die Arbeitgeber in guten Zeiten nicht vergessen.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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