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Danke Google!

Man muss Google auch mal Dank aussprechen. Seit sich der Gigant den ein oder anderen Fauxpas geleistet hat, denken immer mehr Nutzer darüber nach, was mit ihren Daten im Netz alles passieren kann. Das ist gut. Vorratsdatenspeicherung oder Online-Durchsuchung – für viele normale User sehr abstrakt. Street View, gescannte Netzanschlüsse, gespeicherten Mail-Schnipsel: Hier leistet Google echte Aufklärungsarbeit. Dass ein Auto einfach durch die Straßen fährt und später alles im Netz zu sehen sein soll, das versteht jeder. Gleichzeitig braucht es nicht viel Phantasie, dass aus Google (so benutzerfreundlich die Angebote auch sind) eine „Stasi 2.0“ wird – freilich mit banalem, milliardenschwerem Interesse. „Don’t be evil“ heißt einer der Leitsprüche des Konzerns: Sei nicht böse. Man kann da nur lächeln. Google lächelt auch. Über die Versuche der Politik, sich dem Weltkonzern entgegen zu stellen. Dass man sein Haus, seine Wohnung, sein Nummernschild verpixeln lassen kann, ist gut. Die Initiative offenbart aber, dass keine der deutschen Parteien (auch nicht die Piraten), eine adäquate Antwort parat hat, wo die Grenzen zwischen individueller Freiheit und knallharten kommerziellen Interessen im Netz zu ziehen sind. Und solange die Politik hinkt, gibt der Konzern das Tempo vor.

P2News/Rhein-Neckar-Zeitung

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