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CSU-Vorsitzender Erwin Huber tritt zurück

Der 62-Jährige zog damit die Konsequenzen aus dem Debakel seiner Partei bei der bayerischen Landtagswahl am Sonntag. Er werde sein Amt auf dem Sonderparteitag am 25. Oktober zur Verfügung stellen. Bis zu diesem Tag bleibe er aber in der politischen Verantwortung und werde weiter für die CSU und Bayern arbeiten.

Die CSU hat ein sehr enttäuschendes Wahlergebnis zu bewältigen.

“ Mir ist wichtig, dass das in einem geordneten Verfahren geschieht. Auf meinen Vorschlag hat der Parteivorstand für Samstag, 25. Oktober 2008, einen Sonderparteitag in München einberufen.

Ich werde bei diesem Parteitag mein Amt als CSU-Vorsitzender zur Verfügung stellen. Bis dahin nehme ich in vollem Umfang meine Aufgaben wahr. Ich gebe damit der Partei die Chance für einen personellen Neubeginn an der Spitze.“ so Erwin Huber in seiner kurzen Rücktrittsrede.

Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer soll Nachfolger und auch Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl 2009 werden. Die engste Führungsspitze der CSU verständigte sich bei einem Krisengespräch am späten Montagabend auf diese Lösung.

Anders als Huber muss der CSU-Spitzenkandidat und bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein zumindest vorerst keine persönlichen Konsequenzen aus dem Verlust der absoluten Mehrheit der CSU ziehen. Beckstein werde im Amt bleiben, hieß es.  Landtagsfraktionschef Georg Schmid soll demnach auch bleiben, während CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer mit Erwin Huber ihren Stuhl räumen wird.

Nach dem Wahlfiasko hatten starke Kräfte in der CSU von Huber und auch Ministerpräsident Beckstein einen schnellen Rücktritt gefordert.

Mehrere Oberbayerische CSU- Politiker wollten nach Informationen aus CSU-Kreisen erreichen, dass neben Huber, Haderthauer und Beckstein auch Landtagsfraktionschef Georg Schmid zurücktritt.

Ihren Wünschen zufolge sollte Seehofer nach diesen Überlegungen beide Spitzenämter übernehmen. Für Seehofer als Ministerpräsident waren außerhalb Oberbayerns aber nur wenige CSU-Landtagsabgeordnete.

Die endgültige Aufstellung über die künftige Führung der Partei wird in einem Sonderparteitag am 25. Oktober in München entschieden, wie die Partei am Montag mitgeteilt hat.

Die einst so mächtige CSU war bei der Landtagswahl am Sonntag von 60,7 auf 43,4 Prozent abgestürzt. Sie büßte somit ihre Alleinherrschaft ein und ist künftig auf einen Koalitionspartner angewiesen.

P2News

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