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Commerzbank ändert Gebührenangabe

Absicherungsgebühren der Commerzbank für Gold- und Silber-Quanto-Zertifikate im Internet mit 1,5 Prozent monatelang zu niedrig ausgewiesen / Die wirklichen Gebühren betragen fünf Prozent bei Gold-Zertifikaten und sogar 9,5 Prozent bei Silber-Zertifikaten

Die Commerzbank hat im Internet wegen eines technischen Fehlers monatelang zu niedrige Absicherungsgebühren für Gold- und Silber-Quanto-Zertifikate ausgewiesen. Das geht aus einer Berechnung des Anlegermagazins ‚Börse Online‘ hervor. Die Commerzbank hat den Fehler gegenüber ‚Börse Online‘ eingeräumt und die Gebührenangabe inzwischen geändert. „Bei Gold-Zertifikaten ist der Satz aktuell bei fünf Prozent“, erklärt Ralph Stemper, Derivate-Experte der Commerzbank. Bei Silber-Zertifikaten beträgt er sogar 9,5 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen eine Absicherungsgebühr von 1,5 Prozent angegeben und war damit der günstigste Anbieter am Markt. Konkurrenten berechneten dagegen teilweise zweistellige Gebühren. Anlegeranwalt Klaus Nieding von der Kanzlei Nieding und Barth sieht Chancen für eine Entschädigung der Anleger: „Das ist juristisch anfechtbar und wettbewerbswidrig“.

Die fehlerhafte Gebührenangabe hatte ‚Börse Online‘ bei einem Performance-Vergleich der Anbieter aufgedeckt. Dabei schnitten die Commerzbank-Papiere am schlechtesten ab. Um einen realitätsnahen Vergleich abzubilden, wurden dazu die vom Emittenten genannten Kaufkurse für Anleger vom 30. Juni 2008 um 18 Uhr mit den Rückkaufkursen der Emittenten am 23. Januar 2009 um 18 Uhr verglichen. Die Gold-Zertifikate der Commerzbank verloren in diesem Zeitraum 6,5 Prozent, während das Papier des besten Anbieters, der Deutschen Bank, lediglich 3,1 Prozent nachgab – und dies, obwohl die Deutsche Bank 3,5 Prozent Gebühren berechnet und damit scheinbar mehr als die Commerzbank. Die Commerzbank-Silber-Zertifikate büßten im gleichen Betrachtungszeitraum 39,2 Prozent ein. Die Silber-Zertifikate von Goldman Sachs mit 4,3 Prozent Gebühren schnitten dagegen um 6,4 Prozentpunkte besser als die Commerzbank-Papiere ab. Wenn die Absicherungsgebühr der Commerzbank wirklich nur bei 1,5 Prozent gelegen hätte, hätte die Performance der Commerzbank-Papiere insgesamt deutlich besser ausfallen müssen als die der Konkurrenten.

P2News

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