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Chef der Osteuropabank begrüßt EU-Regulierung

Thomas Mirow

Der Präsident der Osteuropabank, Thomas Mirow, hat die geplante europäische Kontrolle von Hedgefonds als ermutigend begrüßt. Allerdings sei die EU angesichts der globalen Märkte „die absolute Mindestgröße“, um die Regulierung zu verschärfen, sagte er dem Tagesspiegel. „Ich hoffe daher sehr, dass die Briten nicht länger bremsen.“ Im Zuge der Finanzkrise seien an den Märkten große Risiken offenbar geworden. „Die Banken können hochspekulative Geschäfte in Bereichen tätigen, die der Aufsicht entzogen sind. Der völlig unangemessene Gebrauch von Kreditausfallversicherungen ist ebenfalls nicht hinnehmbar“, sagte der frühere Finanzstaatssekretär und SPD-Politiker.

Der Euro sei „nicht akut gefährdet“, müsse aber „durch eine glaubwürdigere Finanz- und Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten“ stabilisiert werden. Das bedeute nicht, überall auf Sparkurs zu gehen. So seien die Probleme Griechenlands nur zum Teil budgetärer Natur. „Die fundamentalen Probleme einer nicht wettbewerbsfähigen Realwirtschaft wiegen mindestens ebenso schwer.“ Mit den neuen Krediten gewinne das Land Zeit, um Strukturreformen anzupacken, sagte Mirow. Die Griechenland-Krise könne aber in der Region noch schwere Folgen haben. „Das Risiko der Ansteckung besteht, insbesondere in Ländern wie Bulgarien, Rumänien und Serbien.“ Dort spielten griechische Banken eine maßgebliche Rolle.

P2News/Der Tagesspiegel

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