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Bundeswehr Sold bei Auslandseinsätzen soll deutlich steigen

Die Bundesregierung will den Sold von Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz deutlich erhöhen. Das berichtet die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ unter Berufung auf den SPD-Bundestagsabgeordneten und Verteidigungsexperten Hans-Peter Bartels. So soll die tägliche Auslandsverwendungszulage von jetzt maximal 92 auf 110 Euro steigen; sie wird an in Afghanistan tätige Mitglieder des Kommandos Spezialkräfte gezahlt. Piloten und Ärzte sollen – unabhängig von ihrem Dienstort – pauschal 600 Euro mehr pro Monat bekommen.

Das Bundesverteidigungsministerium habe sich mit dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesfinanzministerium auf eine entsprechende Reform des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes verständigt, sagte der SPD-Politiker. Der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, bestätigte, dass an einer Reform gearbeitet werde, nannte aber keine Details.

Erst kürzlich waren Forderungen nach Erhöhung der Auslandsverwendungszulage laut geworden. Anlass war ein Anschlag mit zwei getöteten Bundeswehr-Soldaten in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus. Bartels erklärte mit Blick auf die geplante Reform: „Ich begrüße das.“ Langfristig allerdings sei eine „systematische Verbreiterung der Attraktivität“ nötig. „Man müsste bei der Besoldungsstruktur insgesamt etwas verändern.“

Mitteldeutsche Zeitung, P2news

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