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Bund zahlt für Pfusch am Bau

Als die Bundesregierung den Umzug von Bonn nach Berlin plante, wollte sie alles perfekt machen. Die Bauten sollten nicht nur repräsentativ, sondern auch ökologisch vorbildlich sein. Das galt vor allem für das Bundeskanzleramt, in das „Bauherr“ Helmut Kohl gerne eingezogen wäre. Ministerien-Anbauten und Abgeordnetenbüros sollten sich derweil durch haushaltsschonende Baukosten auszeichnen. Das Projekt ist gründlich schief gelaufen. Wieder einmal bewahrheitet sich die alte Weisheit aller Bauherren und Verbraucher, wonach man immer nur das erhält, was man auch bezahlt. Die Anekdoten über die miserable Qualität schnell und billig hochgezogener Bundesbauten machten schnell die Runde. Hier bröckelte der Putz, da passten die Fenster nicht, dort lassen sich Büros mal nicht richtig heizen, mal überhaupt nicht kühlen. Zum Desaster wurde das Autarkie und Energieersparnis verheißende Blockheizkraftwerk im Kanzleramt. Gerade die Mängel im wichtigsten Neubau der Berliner Republik wirken wie Helmut Kohls späte Rache für seinen Amtsverlust kurz vor dem Hauptstadtumzug. Der Bund muss daraus Lehren ziehen. Es ist prinzipiell richtig, beim Geld des Steuerzahlers auf jeden Cent zu achten wenn dieser nicht durch Übertreibungen und ökologischen Übereifer in den Folgejahren mehrfach zur Kasse gebeten wird.

Rheinische Post

P2News

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