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Brustkrebs: Muss die Chemotherapie wirklich sein?

Neue Tests ermöglichen bessere Prognoseabschätzung

Die Chemotherapie gehört zu den Standardbehandlungen der Brustkrebstherapie. Sie bringt eine Reihe starker Nebenwirkungen und Spätfolgen mit sich. Rund 55.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Brustkrebs. Den meisten bleibt die Chemotherapie nicht erspart. Doch nicht alle profitieren davon. Meldungen häufen sich, wonach diese aggressive Therapieform viel zu häufig angewandt wird. Die Forschung entwickelt sich vielmehr hin zu einer gezielten Brustkrebstherapie. „Ziel der Wissenschaft ist es, die verschiedenen Tumoren besser zu verstehen. Das ist die Voraussetzung für eine zielgerichtete Therapie“, so Professor Dr. Andreas Schneeweiss von der Universitätsfrauenklinik Heidelberg in der aktuellen Ausgabe des Brustkrebsmagazins Mamma Mia!, die bis März im Handel erhältlich ist.

So wurden bereits einige Tests entwickelt, die Auskünfte über die Aggressivität des Tumors geben können. Wissenschaftler erstellen so genannte Gen-Expressions-Signaturen, die spezifische Informationen über die Krebszellen enthalten. Zu nennen wären beispielsweise die PAI-1 und uPA-Tests, die bereits in vielen Kliniken durchgeführt werden. Insbesondere bei Brustkrebs im frühen Stadium sind diese Werte für die Prognoseabschätzung sehr aussagekräftig. So werden sie auch bei der Entscheidung, ob eine Chemotherapie verabreicht werden sollte oder nicht, als Entscheidungsparameter herangezogen.

Diese Tests müssen an Frischgewebe durchgeführt werden. Da herausoperiertes Gewebe routinemäßig in Paraffin eingelegt wird, muss sich die Patientin bereits vor der Operation entscheiden, diesen Test zu veranlassen. „Das große Problem ist, dass die Betroffenen häufig vor der Operation nicht informiert werden, dass es solche Möglichkeiten gibt“, weiß Eva Schumacher-Wulf, Chefredakteurin des Brustkrebsmagazins Mamma Mia!, die selbst im Alter von 34 Jahren an Brustkrebs erkrankte. „Häufig befassen sie sich erst nach der Operation intensiv mit ihrer Erkrankung. Dann sind viele Tumoruntersuchungen nicht mehr möglich“, so Schumacher-Wulf weiter. Dazu kommt, dass diese Untersuchungen nicht in allen Kliniken durchgeführt werden. Aus diesem Grund empfiehlt Schumacher-Wulf allen Brustkrebspatientinnen, sich mit der Therapieentscheidung Zeit zu lassen, sich nach Diagnosestellung umfassend zu informieren und gegebenenfalls eine zweite Meinung einzuholen.

P2News

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