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BP und die US-Regierung

BP versinkt immer tiefer im Ölsumpf, den der Untergang der Bohrplattform im Golf von Mexiko ausgelöst hat. Während der Einsatzleiter der US-Regierung erste Erfolgsmeldungen über die Bekämpfung des Lecks übermittelte, waren die Rettungsarbeiten längst eingestellt. 16 Stunden lief nichts. Doch von der Konzernzentrale gab es keine Klarstellung, keine Aufklärung. Mit unfassbarer Unverfrorenheit zog BP damit die US-Regierung und letztlich auch Präsident Barack Obama weiter hinein in ein Gespinst aus Hilflosigkeit, Unfähigkeit, Vertuschung und Lügen. Anfangs war von 300, dann von etwa 800 Tonnen Rohöl die Rede, die Tag für Tag ins Meer strömen und dort alles Leben abtöten. Nun gehen Wissenschaftler von 1600 bis 3400 Tonnen aus. Eine unerklärliche Diskrepanz. Doch ohnehin ist diese Ölpest schon jetzt die wohl größte Umweltkatastrophe aller Zeiten. Und ein Ende des unkontrollierten Ölflusses ist nicht abzusehen. Dazu fehlt es an technischen Mitteln. Auch wenn die industrielle Welt fast komplett am Tropf des schwarzen Goldes hängt – es ist ein zu teurer Preis, der dafür derzeit gezahlt wird.

P2News/Westfalen-Blatt

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