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Bonus-Programm für Bahn-Vorstände wird vorerst nicht gekippt

Entgegen der Hoffnung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee wird sich der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG kurzfristig nicht noch einmal mit der umstrittenen Bonus-Regelung für den Bahn-Vorstand im Fall einer Teilprivatisierung der Verkehrs- und Logistik-Tochter des Konzerns befassen. Das Präsidium des Aufsichtsrats sagte jetzt eine ursprünglich für den 6. November (Donnerstag) erwogene Sondersitzung des Kontrollgremiums zu diesem Themenkomplex ab.

In einem Schreiben an die Mitglieder des Aufsichtsrats, das dem Tagesspiegel vorliegt, verweist Aufsichtsratschef Werner Müller auf entsprechende Beratungen im Aufsichtsratspräsidium. Zwar sei es richtig, dass drei Mitglieder des Kontrollgremiums um eine Sondersitzung zur Erörterung des Prämien-Programms gebeten hätten, doch sei eine solche Sitzung jetzt nicht erforderlich: Da der Börsengang zumindest vorläufig abgesagt worden sei, könne die Anwendung des Bonusprogramms vor der nächsten turnusmäßigen Sitzung des Aufsichtsrats definitiv ausgeschlossen werden. Diese reguläre Sitzung, auf der „dieser Sachverhalt ausgiebig erörtert werden kann und wird“, finde wie geplant am 10. Dezember statt.

Wie Müller weiter schrieb , hat er den Aufsichtsräten, die die Sondersitzung beantragt hätten, sowie den im Kontrollgremium vertretenen Arbeitnehmervertretern zu dieser Entscheidung des Präsidiums einen kurzfristigen Gesprächstermin angeboten.

Zuvor war in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass der Bahn-Aufsichtsrat auf Druck Tiefensees den Beschluss zum Bonusprogramm für die Führungskräfte eventuell doch noch kippen könnte. Dafür sieht das Aufsichtsratspräsidium derzeit – nachdem Vertreter des Bundesfinanz- und des Bundeswirtschaftsministerium ihrerseits erklärt hatten, dass das Bonus-Programm in ihren Häusern auf keinerlei Kritik gestoßen sei – jedoch keine Veranlasssung.

Der Tagesspiegel, P2news

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