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Bluthochdruck – eine stille Krankheit

Besonders ältere Menschen leiden oft unter einem erhöhten Blutdruck, denn das Risiko für die Erkrankung steigt mit dem Alter. Doch der moderne Lebenswandel treibt immer öfter auch bei jungen Menschen den Blutdruck in die Höhe. Erkannt wird die Krankheit meist spät, da keine oder nur geringe Allgemeinbeschwerden auftreten. Die Folgen können letztlich zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Die Experten von TÜV SÜD informieren über Risikofaktoren und die Ursachen von Bluthochdruck sowie über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Der Blutdruck ist keine konstante Größe. Je nach Situation steigt er an oder sinkt ab. Daher ist es nicht bedenklich, wenn eine Messung einen erhöhten Blutdruck ergibt. Ist der Wert jedoch wiederholt oder dauerhaft erhöht, leidet der Betroffene unter Bluthochdruck (Hypertonie). Da bei Hypertonie anfangs keine Beschwerden auftreten, kann sie nur durch Blutdruckmessungen entdeckt werden. Dies ist auch der Grund, warum ein Großteil der Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung weiß und oft Jahre verstreichen, bis Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Doch die Folgen sind schwerwiegend: Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Ursachen von Schlaganfällen, Herzkranzgefäß-Erkrankungen und Herzinfarkten.

Hypertonie war lange Zeit eine Krankheit, die meist bei älteren Menschen aufgetreten ist. Doch inzwischen leiden auch immer häufiger junge Menschen unter Bluthochdruck. Der Grund dafür ist der ungesunde Lebensstil: Übergewicht, Bewegungsmangel, falsche und salzreiche Ernährung und Stress treiben den Blutdruck nach oben. Zu starker Alkoholkonsum und Rauchen verstärken das Risiko für Hypertonie. Zur Vorbeugung oder zur positiven Beeinflussung von bereits bestehendem Bluthochdruck ist es daher wichtig, sich einen gesünderen Lebensstil anzueignen und regelmäßig Sport zu treiben. Bei bestehendem Bluthochdruck werden in der Regel zusätzlich Medikamente notwendig, um die Blutdruckwerte ausreichend zu senken.

„Bluthochdruck kann in der Regel nur durch Messungen des Blutdrucks diagnostiziert werden“, erklärt Johannes Hall, Arzt für Arbeitsmedizin bei der TÜV SÜD Life Service GmbH.

„Daher ist es wichtig, regelmäßige Blutdruckmessungen beim Arzt in Anspruch zu nehmen oder die Werte mit einem eigenen Blutdruck-Messgerät regelmäßig zu überprüfen. Dies gilt vor allem, wenn in der Familie eine Tendenz zu Hypertonie besteht. Liegt der Messwert in Ruhe gemessen wiederholt über 140/90 mmHg, kann eine Bluthochdruckerkrankung vorliegen.“

Arbeitgeber haben vielfältige Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter beim Kampf gegen den Bluthochdruck zu unterstützen. Zum Stressabbau und gegen den Bewegungsmangel können sie beispielsweise Sportkurse anbieten oder die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio finanziell unterstützen. Hat das Unternehmen eine Kantine, sollte dort gesundes Essen angeboten werden und möglichst kochsalzarm gekocht werden. Gibt es keine Kantine, kann eine Schulung zur richtigen Ernährung hilfreich sein.

P2News/TÜV SÜD AG

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