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Bis 2025 braucht Deutschland bis zu 3.400 neue Pflegeheime

Erstmals bundesweite Bedarfsprognose für alle 430 Stadt- und Landkreise: Eine aktuelle Pflegeheimstudie des Beratungsinstituts Georg & Ottenströer aus Hamburg geht davon aus, dass bis zum Jahr 2025 in Deutschland bis zu 400.000 stationäre Pflegeheimplätze benötigt werden.

Im Jahr 2008 waren rund 2,25 Mio. oder 2,7% der in Deutschland lebenden Menschen pflegebedürftig. Davon waren rund 85% älter als 65 Jahre. Es existieren ca. 11.000 Pflegeeinrichtungen mit 760.000 vollstationären Pflegeplätzen. Betrachtet man allein die demographische Entwicklung, ist laut Pflegeheimstudie mit einem Zusatzbedarf von bis zu 400.000 Pflegeplätzen in 3.400 neuen (größeren) Pflegeheimen bis zum Jahr 2025 in Deutschland zu rechnen. Allein in Bayern werden laut Studie bis zu 540 Pflegeheime mit durchschnittlich 120 Plätzen benötigt. Nur noch Nordrhein-Westfalen hat mit 630 Heimen einen höheren Bedarf. Mit gerade einmal jeweils 30 Pflegeheimen bis 2025 stehen das Saarland und Sachsen-Anhalt am Ende der Bedarfsskala der Flächenländer.

Aufgrund eines explosionsartigen Anstiegs der Anzahl der Hochbetagten hat Berlin mit etwa 185 zusätzlichen Pflegeheimen den mit Abstand größten Bedarf der deutschen Metropolen. Im Vergleich zur Bundeshauptstadt sind die notwendigen 43 neuen Pflegeheime in Hamburg bis 2025 überschaubar. In München wird mit einem Zusatzbedarf von etwa 23 größeren Pflegeheimen und in Köln mit 27 benötigten Pflegeeinrichtungen, jeweils mit durchschnittlich 120 Pflegeplätzen, gerechnet. Frankfurt am Main hat unter den deutschen Metropolen mit acht zusätzlich notwendigen Pflegeheimen den mit Abstand geringsten Nachfragedruck zu erwarten. Die Hauptgründe für den regional überraschend deutlich abweichenden Bedarf sind Unterschiede der demographischen Bevölkerungsentwicklung wie auch regionalen Nutzungsquoten von Pflegeheimen zwischen den Städten bzw. Regionen.

Neben den zusätzlichen Pflegeheimen wird auch noch ein erheblicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf bei bestehenden Anlagen hinzukommen. Neben einem Trend zur Größe wird auch verstärkt mit der Bildung von Pflegeheimketten sowie einer zunehmenden Markenbildung gerechnet.

Langfristig besteht jedoch die Gefahr, dass Überkapazitäten aufgebaut werden. Nach 2040 geht der Bedarf mit dem Wegsterben der „Baby-Boomer-Generation“ kontinuierlich zurück. Deshalb sollte heute schon auf ein bauliches Layout geachtet werden, dass eine spätere Umnutzung z.B. als Wohnimmobilie, Boardinghaus oder Hotel ermöglicht.

P2News/Georg & Ottenströer

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