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Billy Joel – Ein Format-Musiker mit zahlreichen Nummer-1-Hits

Billy Joel (geboren: 09.05.1949 als William Martin Joel in der Bronx, New York City)
ist ein amerikanischer Sänger, Pianist und Songschreiber.

Billy Joel wurde als zweites Kind seiner Eltern Rosalind Joel und Howard Joel in der Bronx geboren und wuchs in Levitown, einem Ortsteil von Hicksville, auf der Insel Long Island im Bundesstaat New York auf. 2 Jahre vor seiner Geburt, also 1947, hatten die als Rosalind Nyman (Tochter von Rebecca und Philip Nyman) in Großbritannien geborene Mutter und der als Helmut Joel (einziger Sohn von Meta und Karl Amson Joel) in Nürnberg geborene Vater die Ehe geschlossen.

Im selben Jahr wurde auch Billy Joels Schwester Judith-Anne geboren.
Billy´s Großvater Karl Amson Joel stammte aus Deutschland und war Inhaber eines Wäsche- und Konfektionsversandhauses in Nürnberg und Berlin. Nach der Arisierung und Enteignung 1938 und der Flucht von Karl Joel und seiner Familie eignete sich Josef Neckermann das Versandhaus an.

Aus der Wäsche- und Kleiderfabrik Josef Neckermann ging der spätere Neckermann-Versand hervor. Die Dokumentarfilmerin Beate Thalberg arrangierte ein Treffen der Enkel-Generation im Jahr 2001. Blieb aber ohne Ergebnis. Die erhoffte Versöhnung der Familien blieb aus, da unter anderem die Nachfahren Josef Neckermanns:
Lukas, Julia und Markus keinen Grund sahen, sich vom Handeln ihres Großvaters zu distanzieren.

Im Jahre 1960, als Billy Joel 11 Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Billy blieb bei seiner Mutter, während sein Vater nach Europa zurückkehrte und dort mit einer Engländerin und der dort geschlossenen zweiten Ehe 1971 Billys Halbbruder Alexander Joel zur Welt brachten. Alexander lebt in Wien und wurde 2007 zum Generalmusikdirektor des Staatstheaters Braunschweig berufen.

Nach 11 Jahren Ehe ließ Joel sich 1982 von seiner Frau Elizabeth Weber scheiden.
1985 – 1994 war er mit dem Model Christie Brinkley verheiratet, mit der er eine Tochter
(Alexa Ray) hat.
Am 02.10.2004 heiratete der damals 55-jährige Joel die 23-jährige Restaurantkritikerin Katie Lee.

Bereits als Kind war Billy Joel Liebhaber klassischer Musik und nahm Klavierunterricht.
Mit 15 Jahren begann er seine damals noch kleine Karriere und begann in Rockbands zu spielen, unter anderem mit der auf Long Island bekannten Gruppe „The Hassles“, mit der er zwei LPs („The Hassles“ – 1967 und „Hour of the Wolf“ – 1968) aufnahm.
Bereits ein Jahr später, spielte er mit Jon Small unter dem Namen „Attila“ eine Rockplatte ein. Er arbeitete aber weiterhin Ende der 60´er Jahre als Studiomusiker verschiedener namhafter Künstler (u. a. Chubby Checker und The Shangri-Las) und trat unter dem Künstlernamen Billy Martin in Piano-Bars auf.

Durch sein Auftreten und seiner Leidenschaft zur Musik, lernte er 1970 den Musikproduzenten Artie Ripp kennen, der ihm zu seinem Debütalbum Cold Spring Harbor verhalf.
Der kommerzielle Erfolg blieb jedoch aus. Das Album hatte, was man erst eine Zeit später erkannte, einen Schönheitsfehler. Die Masterbänder wurden nach der letzten Abmischung nicht in der richtigen Geschwindigkeit überspielt. Erst im Jahr 1984 erschien eine fehlerfreie Version des Albums.

Aber die grossen Plattenindustrien ließen auch nicht lagen auf sich warten und so wurden 1972 Columbia Records auf ihn aufmerksam.
Nahmen ihn unter Vertrag und mit dem Album Piano Man (1973) gelang ihm die erste Platzierung in den Charts. Die beiden Nachfolgealben konnten nicht ganz an den Erfolg anknüpfen, aber mit der darauf folgenden Platte The Stranger (1977) erreichte Billy den großen Durchbruch. The Stranger bekam einen Grammy und erzielte Platin-Status. Dieser Erfolg wird auch auf seine Zusammenarbeit mit dem Produzenten Phil Ramone zurückgeführt, die insgesamt fast zehn Jahre andauerte.

52nd Street gilt als sein erstes Popalbum, das gleichzeitig auf Vinyl-LP und Compact Disc veröffentlicht wurde.

Als erster amerikanischer Rockstar ging Billy Joel 1987 in der Sowjetunion auf Tournee.
Die sechsteilige Konzertreihe, die das Live-Album Концерт hervorbrachte, inspirierte ihn auch zum Titel Leningrad. Für das dazugehörige Album Storm Front (1989) trat erstmals Foreigner-Gitarrist Mick Jones an die Stelle von Produzent Ramone. Und selbstverständlich ging aus Storm Front wieder ein weiterer Hit hervor. Und zwar We Didn’t Start the Fire, dessen Text wichtige Ereignisse, Personen und Gegenstände der US-Geschichte zwischen 1949 und 1989 enthält.

We Didn´t Start the Fire belegte Platz 1 in den US-Charts und wurde für einen Grammy nominiert.

1986 veröffentlichte Billy ein Album, Namens: The Bridge.
Darauf enthalten sind 9 Tracks. Und einen Song aus diesem Album möchten wir Euch gerne in der dieswöchigen Ausgabe der CHARTS-HISTORY näher bringen.
Aber mehr dazu, gleich.

Auch sein 1993 veröffentlichtes Album River of Dreams bescherte Joel große Erfolge, darunter vier Grammy-Nominierungen.
1994 begann er zusammen mit Elton John eine gemeinsame Tour unter dem Titel Face to Face.
Im August desselben Jahres wurde die Ehe mit Christie Brinkley geschieden. In den darauf folgenden Jahren, trat Billy Joel hauptsächlich durch Gemeinschaftsprojekte und bei Benefizkonzerten in Erscheinung.
Im März 1999 schaffte er das, was sich ein Musiker nur erträumen kann. Er wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Im Dezember 1999 trat er im New Yorker Madison Square Garden auf und das Konzert wurde auf dem Doppel-Album 2000 Millennium Concert veröffentlicht. Darüber hinaus gab es 1998 und 2001 Fortsetzungen der Face to Face-Tour mit Elton John.
2006 war Billy wieder auf Tournee unterwegs, die ihn am 29.06. nach Hamburg und am 02.07. 2006 nach Frankfurt und so zum ersten Mal seit zwölf Jahren für zwei Konzerte auch nach Deutschland führte. Im Rahmen dieser Tour hat er das fast unmögliche geschafft. Er hat zwölf Mal in Folge im ausverkauften Madison Square Garden gespielt, was vor ihm noch nie jemand erreicht hatte.

Diese zwölf Auftritte sind als Querschnitt am 09.06.2006 auf einem neuen Live-Album mit dem Titel 12 Gardens Live veröffentlicht worden.
Als Abschluss des Europa-Teils der Tour spielten Billy und Bryan Adams am 31.07.2006 bei einem Gratis-Konzert vor dem Kolosseum in Rom.

Am 07.02.2007 erschien mit „All My Life“ nach 10 Jahren wieder eine neue Single von Billy Joel. Anfang Dezember 2007 wurde mit „Christmas in Fallujah“ ein weiterer neuer Song von ihm veröffentlicht, den er allerdings nicht selbst singt. Der Song, der sich mit der Situation der amerikanischen Soldaten im Irak befasst und auf deren Korrespondenz mit ihren Familien in der Heimat basiert, sollte nach Auffassung Joels von einem jüngeren Sänger gesungen werden. Und so kam es, dass er diesen Song vom jungen amerikanischen Sänger und Songwriter Cass Dillon singen ließ.

2008 setzt Billy Joel seine Amerika-Tournee fort.
Den Höhepunkt der Tour stellen zwei Konzerte am 16. und 18.07.2008 im New Yorker Shea Stadium dar. Dort, wo 1965 und 1966 bereits die Beatles spielten. Die Billy-Joel-Konzerte waren wenige Stunden nach Vorverkaufsbeginn restlos ausverkauft.

Wir möchten euch in der dieswöchigen Ausgabe der CHARTS-HISTORY einen Song präsentieren, der auch sehr erfolgreich war und auch in dem Veröffentlichungsjahr 1986 in den Charts zu finden war.

Es handelt sich um den Song: „A Matter Of Trust“

Beim Reinhören des Songs, für diejenigen, die den Song nicht kennen, wird klar, was Billy Joel für ein Format-Musiker ist.

Für die, die sagen, „Mensch, diesen Song hab ich ja ewig nicht mehr gehört“.
Wünschen wir selstverständlich auch viel Spass beim genießen von Billy Joel´s:

„A Matter Of Trust“ „A Matter Of Trust“
(bei YouTube).

Eure Musikredaktion

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