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Billig-Lichterketten – Finger Weg!

Unterbelichtete Weihnachten: Laut TÜV sind zwei Drittel der Lichterketten mangelhaft mit „erschreckendem Gefährdungspotential“

Besonders Billig-Lichterketten haben es in sich! Die Experten vom TÜV-Rheinland haben sich jetzt zu Weihnachten die elektrischen Lichterketten gründlich vorgeknöpft: Mit dem Ergebnis, dass 65 von 83 untersuchten Produkten, die jetzt im vorweihnachtlichen Handel in Deutschland erhältlich sind, erhebliche Sicherheitsmängel, sogar erschreckendes Gefährdungspotenzial aufweisen. Schlechte Verarbeitung, Stromschlaggefahr, fehlende Sicherheitshinweise und lockere Stromkabel bergen ein hohes Verletzungsrisiko, stellten die Experten fest.

Bereits seit Jahren bietet der Handel Lichterketten zu absoluten Niedrigpreisen an, die billigste im Test kostete gerade mal 79 Cent. Nicht nur mangelnde Qualität, sondern auch mangelhafte Sicherheit wies der TÜV diesen Produkten nach und übte Kritik am Qualitätsmanagement der Handelsunternehmen. Die Tests nahm man im Oktober in den Kölner Laboratorien des TÜV Rheinland ausschließlich nach den Mindestvorgaben der Prüfnorm EN 60598-2-20 vor. Die Testketten wurden im normalen Handel wie Billigläden, Baumärkten, Warenhäusern, Möbelhäusern und über das Internet erworben.

Die Verbraucher-Tipps des TÜV:
– Nur aus sicheren Quellen kaufen, die bekannt sind und bei denen man Ware auch reklamieren kann
– Name und Adresse des Vertreibers/Herstellers müssen auf der Verpackung stehen – wichtig für Beschwerden, Reklamationen, Nachfragen
– Produkte zweifelhaften Ursprungs besser liegen lassen
– Nur Produkte mit Aufschriften und Sicherheitshinweisen in deutscher Sprache kaufen (Beipackzettel)
– Lichterschmuck mit GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) kaufen. Achtung: Prüfzeichenmissbrauch liegt z.B. vor, wenn bei GS-gekennzeichneten Waren keine deutschen Aufschriften vorhanden sind oder die Herstellerangaben fehlen
– Das CE-Zeichen allein besagt nur, dass der Hersteller selbst bestätigt, die EU-Normen einzuhalten – eine unabhängige Prüfung muss nicht stattgefunden haben
– Lichterketten mit Transformator reduzieren die gefährliche Steckdosenspannung von 230 Volt
– Lichterketten mit Leuchtdioden (LED) haben einen geringeren Stromverbauch und eine längere Lebensdauer

Außerdem rät der TÜV für den Gebrauch der Licherketten:
– Gebrauchs- und Sicherheitshinweise genau beachten
– Ketten für Innenräume nie im Freien anbringen
– Lichterschmuck für den Einsatz im Freien ist am Kürzel IP 44 oder dem Wassertropfen im Dreieck erkennbar
– Defekte Ketten sofort entsorgen
– Defekte Birnchen sofort austauschen, da sich die anderen Lampen sonst stärker erwärmen (hier wurden von den Experten Werte bis 359 Grad Celsius gemessen, Brandgefahr)
– Ausreichenden Abstand zu leicht entflammbaren Gegenständen wie Strohsternen, Gardinen, trockenen Tannenzweigen einhalten
– Nur vorkonfektionierte Lichtschläuche benutzen

Schließlich appelliert der TÜV Rheinland noch an die Verbraucher, nicht an fünf Euro zu sparen. LED-Ketten sind effizienter, stromsparender, langlebiger, werden nur handwarm, bergen keine Verbrennungsgefahr. Und falsche GS-Zeichen sollten den Ämtern gemeldet werden.

News-Reporter

P2News

(Infografik: TÜV Rheinland/News-Reporter)
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