Werbeanzeige
Home / Wissen / Gut zu wissen / Beziehungspartner spionieren sich gegenseitig aus
Werbeanzeige

Beziehungspartner spionieren sich gegenseitig aus

Der Lauschangriff als fester Bestandteil deutscher Partnerschaften: Das gegenseitige elektronische Ausspionieren ist in einem Viertel aller Beziehungen Alltagsroutine. Den Ergebnissen einer Studie der britischen Oxford University zufolge werden dabei heimlich E-Mails des Lebensgefährten mitgelesen, dessen SMS kontrolliert und es wird auch schon mal der Verlauf des partnerschaftlichen Browsers auf verdächtige Websites hin überprüft. Vor allem bereits „gehörnte“ Partner nehmen es mit der Kontrolle etwas ernster, wie der Psychologe Ragnar Beer in einer Studie für das Projekt Theratalk des Instituts für Psychologie der Georg-August-Universität Göttingen herausfand: Über die Hälfte der Betrogenen spionieren ihrem Partner gerade nach einem Seitensprung hinterher.

Vor allem ab dem dritten Beziehungsjahr ist laut Beer das Misstrauen berechtigt, denn da steigt die Wahrscheinlichkeit betrogen zu werden, deutlich an. Die Befragten der Studie ließen dabei tief in moderne Kontrollmechanismen blicken – denn mehr als die Hälfte der Betrogenen hatte den vermeintlich heimlichen Seitensprung bemerkt. „Außerpartnerschaftliche Aktivitäten werden meist am veränderten Verhalten im Alltag, im Bett und auch in der digitalen Welt bemerkt“, erklärt Thomas Traegner, Geschäftsführer des deutschsprachigen Seitensprungnetzwerks Direct-Date. Besonders beliebt ist dabei das schnelle Löschen von E-Mails – ein typisches Alarmsignal für Hintergangene.

Eine Erklärung für den Hang zum Seitensprung lässt sich vor allem in einem Umstand finden: Die durchschnittlich knapp 140 Mal Sex im Jahr sind laut einer Studie des TV-Senders PRO7 rund 40 Prozent der Männer und mehr als 15 Prozent der Frauen schlichtweg zu wenig. Für fast die Hälfte der Befragten einer entsprechenden Erhebung der Zeitschrift „Für Sie“ ist zu wenig Sex in der Beziehung auch durchaus ein Grund für eine Affäre. Auf ein eher amüsantes Ergebnis stieß in diesem Zusammenhang der Psychologe David M. Buss aus Texas: Seine weltweit durchgeführten Befragungen ergaben, dass 31 Prozent aller Frauen ganz bewusst außerhalb der Beziehung flirten und fremden Männern schöne Augen machen. Diese gezielte Eifersuchtsprovokation ließ nämlich die eingerostete Beziehung dank spontanen Engagements seitens des männlichen Parts neu erblühen.

P2news

Werbeanzeige

Check Also

Das Gehirn und unser Gedächtnis

Wie merkt sich das Gehirn wichtige Dinge? Der genaue Ablauf im Gehirn ist immer noch …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.