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Bezahl-Studium

Deutschland bildet zu wenig Akademiker aus. Die Wirtschaft geht deswegen jetzt mit einem neuen Finanzierungsmodell hausieren, das mehr Studenten an die Unis bringen soll. Aber damit allein ist das Problem längst nicht gelöst. Der Vorstoß zielt auf eine zunehmende Privatfinanzierung der deutschen Unis nach amerikanischem Vorbild. In den USA sind – saftige – Studiengebühren die Regel. Für Kinder aus weniger bemittelten Elternhäusern gibt es ein gewisse Anzahl von Stipendien, teilweise quersubventioniert aus den Beiträgen wohlhabender Eltern. Dieses System hat allerdings nicht den deutschen Anspruch, dass jeder, der die Befähigung dafür nachweist, unabhängig vom sozialen Hintergrund studieren kann. Dafür droht uns die Einführung eines weiteren, typisch deutschen Finanzierungsmonstrums mit viel Bürokratie. Nach dem Motto: Erst mal Geld einnehmen, schön umverteilen, dann wird schon alles. Aber so ist es nicht. Es reicht nicht aus, mehr Studenten an die Unis zu locken, um am Ende auch mehr Absolventen zu haben. So sind die Abbrecher-Quoten in vielen Studiengängen skandalös hoch. Gelänge es, diese zu senken, vor allem durch bessere Lehre, wäre schon viel gewonnen.

Rheinische Post, P2news

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