Werbeanzeige
Home / Gesundheit-Fitness / Gesundheit / Betäubungsmittel im Reisegepäck
Werbeanzeige

Betäubungsmittel im Reisegepäck

Wer auf starke Schmerzmittel angewiesen ist, darf diese als Reisebedarf ins Ausland mitnehmen. Bei Reisen außerhalb der Schengen-Staaten sollten sich Patienten bei der jeweiligen diplomatischen Vertretung informieren

Viele Patienten sind im Rahmen ihrer Behandlung auf Medikamente angewiesen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Meist werden sie ambulant behandelt und sind ohne Weiteres fähig, Reisen im In- und Ausland zu unternehmen. Manche Patienten scheuen sich allerdings davor, ins Ausland zu reisen, weil sie sich um die Qualität der medizinischen Versorgung am Ferienort sorgen und fürchten, Probleme mit dem Zoll oder der Polizei zu bekommen, wenn sie Betäubungsmittel mit sich führen.

Grundsätzlich können Patienten starke Schmerzmittel oder andere Betäubungsmittel, die von einem Arzt verschrieben wurden, bei Auslandsreisen in einer der Dauer der Reise angemessenen Menge als persönlichen Reisebedarf mitnehmen. Darauf weist die Bundesopiumstelle im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu Beginn der Urlaubszeit erneut hin. Da es keine international gültigen Bestimmungen für die Mitnahme von Betäubungsmitteln ins Ausland gibt, sollten sich Patienten bei Reisen innerhalb der Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens – dazu gehören fast alle europäischen Staaten – vom Arzt eine entsprechende Bescheinigung, möglichst auch in englischer Sprache, ausstellen lassen. Diese sollte Angaben zur Einzel- und Tagesdosis, zur Wirkstoffbezeichnung und zur Dauer der Reise enthalten und durch die zuständige oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle beglaubigt werden.

Bei Reisezielen außerhalb des Schengener Abkommens sollten sich Patienten bei der jeweiligen diplomatischen Vertretung über die geltenden rechtlichen Bestimmungen informieren. Sofern es nicht möglich ist, Betäubungsmittel in das Reiseland mitzunehmen, können sich Patienten in einer deutschen Apotheke beraten lassen, ob die benötigten Mittel oder ein äquivalentes Produkt am Urlaubsziel verfügbar sind und durch einen dort ansässigen Arzt verschrieben werden können.

Weitere Informationen zu Betäubungsmitteln einschließlich der Bescheinigung sowie die Liste der für die Beglaubigung zuständigen Stellen stehen unter bfarm.de zur Verfügung.

P2News

Werbeanzeige

Check Also

Sinusitis-Kopfschmerz: Das unentdeckte Leiden

Kopfschmerzen zählen zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland. Mehr als 70 Prozent leiden hierzulande vereinzelt …