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Benedikt, ein Tabu-Brecher

Es ist nur ein einziger Satz in einem umfangreichen Buch. Doch er wurde auf der ganzen Welt wahrgenommen. Dieser eine Satz bedeutet nicht weniger als eine spektakuläre Wende, eine kleine Revolution – auch wenn der Vatkan das jetzt zu relativieren versucht. Papst Benedikt hat sich für eine eingeschränkte Verwendung von Kondomen bei der Bekämpfung von Aids ausgesprochen. Nicht nur Katholiken, auch all diejenigen, die Aids-Kranken helfen, die sich den Kopf über effektive Vorbeugung zerbrechen, sie haben die Kirche jetzt – endlich – ganz auf ihrer Seite. Für die Welt ist das eine gute Nachricht. Aber auch für die Kirche. Ihr starres Festhalten an dem Kondomverbot auch für Aids-Kranke hat ihre Glaubwürdigkeit massiv belastet. Aber nicht nur das ist schon sensationell. Auch der Ton ist es, in dem Benedikt in dem Interview über dieses Thema redet. Es zeugt von detailgenauer Kenntnis. Keine Spur von Weltfremdheit. Dass der 83-jährige Papst ausdrücklich von männlichen Prostituierten spricht, ist ein zweiter Tabu-Bruch. Denn die durfte es nach bisheriger Lesart Roms gar nicht geben. Dass der Papst eine solch gravierende Äußerung in einer wichtigen Frage jedoch wie nebenbei in einem Interview macht, das ist schon hochgradig beachtenswert. Auch darüber dürfte in den kommenden Tagen noch geredet werden.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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