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Baustoff-Fachhandel für 2009 zuversichtlich

Die deutschen Baustoff-Fachhändler durften sich 2008 über ein leichtes Umsatzplus freuen. Wie die Blitzumfrage unter den Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel e. V. (BDB), Berlin, zu Jahresbeginn zeigt, erzielten die bundesweit 933 Unternehmen an den insgesamt 2.203 Betriebsstätten 1,55 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Das Wachstum ist vorrangig auf ein besseres Geschäft mit gewerblichen Kunden im Bereich der energetischen Modernisierung zurückzuführen. Die Stimmung in der Branche zeigt sich trotz der konjunkturellen Herausforderungen und des weiter rückläufigen Wohnungsneubaus stabil. Für 2009 rechnet jedes zweite Unternehmen mit einer zufrieden stellenden bis guten Entwicklung.

Der Umsatz mit privaten Kunden ging leicht um 2,28 Prozent zurück, bedingt durch den weiteren Einbruch im Eigenheimbau. Das Geschäft mit gewerblichen Kunden zog dagegen um 2,50 Prozent an. „Der Bereich der energetischen Modernisierung, in dem die Produkte und Systemlösungen der Hersteller überwiegend von unseren Profikunden gekauft und verarbeitet werden, wächst stetig weiter“, erläutert BDB-Präsident Stefan Thurn die Umfrageergebnisse. „Positiv wirkt sich jetzt aus, dass wir uns sehr frühzeitig auf den Modernisierungsmarkt vorbereitet und die hierfür zwingend erforderliche Beratungskompetenz aufgebaut haben.“

Stabile Beschäftigungszahlen

Positiv sind die Daten, die den Arbeitsmarkt betreffen. Die Zahl der Beschäftigten wie auch die der Auszubildenden blieb 2008 stabil, die Ausbildungsquote liegt mit acht Prozent überdurchschnittlich hoch. „Unsere Mitgliedsfirmen benötigen speziell qualifizierte Fachkräfte, die ganzheitlich und gewerkeübergreifend zu Produkten beraten können – den Privatmann ebenso wie die Fachhandwerker oder Architekten“, erläutert Thurn.

Konjunkturmotor Wohnungsbau starten, Sanierungsförderung aufstocken

Der Abwärtstrend im Wohnungsbau dauert an. Von Januar bis September 2008 wurden knapp 133.000 Wohnungen genehmigt, das lässt für das Gesamtjahr nur noch rund 178.000 Baugenehmigungen erwarten. Thurn: „Wir fordern die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau deutlich zu verbessern. Das stützt nicht nur maßgeblich die Konjunktur, sondern geht auch die Herausforderungen von morgen an: den Klimawandel und die Alterung unserer Gesellschaft.“ Die Handlungsfelder der Zukunft liegen in der Schaffung von bezahlbaren, barrierefreien und energiesparenden Wohnungen. Die beschlossene Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms hat besondere Bedeutung für die Branche. 2009 bis 2011 sollen drei Milliarden Euro bereitgestellt werden. „Ein Schritt in die richtige Richtung, gewünscht hätten wir uns aber ein langfristiges Konzept und damit mehr Planungssicherheit für unsere Mitgliedsfirmen“, kritisiert Thurn. Die aktuelle Sanierungsquote sei viel zu niedrig. „Beim derzeitigen Tempo haben wir unseren Gebäudestand erst in 185 Jahren energetisch saniert“.

Zuversicht für 2009

Die Erwartungen der Baustoff-Fachhändler sind zwar nicht euphorisch. Jeder Zweite erwartet schwach fallende Umsätze, mehr als ein Drittel der Betriebe geht aber von immerhin konstanten Umsätzen aus. „Wir haben 2008 ein leichtes Plus in einem schwierigen Marktumfeld erzielt und gehen daher mit einer gewissen Zuversicht ins neue Jahr“, lautet Thurns Fazit. „Der Baustoff-Fachhandel ist für die kommenden großen Bauaufgaben, insbesondere im Bereich energetische Modernisierung und altersgerechtes Wohnen, gut gerüstet.“

P2news

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