Werbeanzeige
Home / Politik / International / Barrosos Steuerpläne
Werbeanzeige

Barrosos Steuerpläne

Gespür für den richtigen Zeitpunkt scheint EU-Kommissionspräsident Barroso nicht zu haben. Dass er nur einen Tag nach der Zitterabstimmung übers griechische Sparpaket mit der Idee einer EU-Steuer aufwartet, macht es den Kritikern leicht, den Vorstoß wiederholt abzuschmettern. Dabei geht es Barroso gar nicht um eine größere Steuerlast für den Bürger. Die Mitgliedsländer sollen aber einen Teil ihrer Steuerhoheit abgeben. Ein Akt, der konsequenterweise dem Ruf nach einer stärkeren politischen Union folgt, die in Sonntagsreden gern gepriesen wird. Zudem will Barroso mit der Finanztransaktionssteuer endlich die Casino-Jongleure zur Kasse bitten. Ein Projekt, das nach der Lehman-Krise 2008 eine zentrale Forderung europäischer Politiker war. Hinzu kommt, dass es für die 27EU-Mitgliedstaaten derzeit über 40 Sonderregeln zur Beitragszahlung gibt, darunter der milliardenschwere, aber ungerechte Briten-Rabatt. Eine für den Bürger aufkommensneutrale EU-Steuer könnte mit diesem Wust endlich aufräumen. Doch dafür scheint die Zeit noch nicht reif.

P2News/Ostsee-Zeitung

Werbeanzeige

Check Also

Beziehungen der EU und Weißrussland

Europa droht in ein neues Zeitalter der Ost-West-Konfrontation abzugleiten. Der diplomatische Krieg zwischen der EU …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.