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BARMER: FDP legt Axt an soziale Sicherheit

Eine harsche Absage erteilt Dr. Johannes Vöcking, Vorstandsvorsitzender der BARMER, Plänen der FDP, nach einem Sieg bei den kommenden Bundestagswahlen die gesetzliche Krankenversicherung abzuschaffen und damit das Krankheitsrisiko zu privatisieren. „Das wäre ein Programm gegen den sozialen Frieden in unserem Land, weil viele Bürger ihrer unverzichtbaren sozialen Sicherheit beraubt würden. Diesen ‚Wahlkampfschlager‘ gegen den Sozialstaat können wir nicht unterstützen“, so Vöcking.

Gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise sorge die gesetzliche Krankenversicherung für absolut zuverlässigen Schutz gegen die finanziellen Risiken einer Erkrankung. „Die gesetzliche Krankenversicherung bietet Spitzenmedizin für alle, statt nur für die Spitzenverdiener. Kein Normalverdiener darf durch den Wegfall des Sachleistungsprinzips in Existenznot kommen, z.B. wegen einer Schlaganfallbehandlung für 33.000 Euro oder der Versorgung eines Frühgeborenen für 115.000 Euro“, so Vöcking. Derzeitig liegt das Durchschnittseinkommen der Versicherten bei etwa 1640 Euro. Vor existenziellen Risiken könne allein die Umlagefinanzierung der gesetzlichen Krankenkassen schützen. „Gesundheit nur für Reiche? Mit uns nicht“, so Vöcking.

Geradezu ein Hohn sei es, so Vöcking, wenn die FDP von einem „Wettbewerb um günstigste Verwaltungskosten“ spreche. „Aktuell liegen die Kosten der Privaten doppelt so hoch wie die der gesetzlichen Krankenversicherung“, stellt Vöcking klar. Er sei nicht dafür, aus Mitteln der Beitragszahler künftig Konzerngewinne und Aktiendividenden zu finanzieren. „Ich hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Wahl solche Vorstellungen gründlich abstrafen.“

BARMER

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