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Barbara John ist gegen das Aus von Radio Multikulti

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat angekündigt, dass er Radio Multikulti zum Jahresende 2008 einstellen wird. Barbara John, die ehemalige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, wendet sich in einem Beitrag für den „Tagesspiegel am Sonntag“ gegen das Aus für das Programm. „Wenn nun ausgerechnet diese Welle verstummen muss, weil der RBB nicht mehr sieben, sondern nur noch sechs Radioprogramme finanzieren kann, verlieren Berlin und Brandenburg den profiliertesten Überbringer und Vermittler ihrer existenziellen Botschaft von kultureller Vielfalt und Weltoffenheit“, schreibt Barbara John. Radio Multikulti sei längst über das Gutmeinen hinausgewachsen. Es habe sich ein unentbehrliches Profil in seinem 14-jährigen Wellenleben erarbeitet. „Sein Sendeauftrag konzentriert sich auf ein lange verdrängtes und politisch ungeliebtes Menschenrecht: das Recht auf kulturelle Freiheit.“ Die Welle, schreibt Barbara John, sei vieles zugleich. Eine Quelle für die gesamte Region, wenn Information und vertiefte Recherche gebraucht würden. Sie sei Plattform, um die Mannigfaltigkeit sichtbar, hörbar, greifbar zu machen, Highlights herauszustellen, Nachwuchsjournalisten aus vielen Kulturen zusammenzubringen. „Kann es sein“, fragt Barbara John, „dass all diese elementaren Aufgaben nicht zur Grundversorgung und zum Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen RBB gehören, der deshalb auch zu Recht gebührenfinanziert wird?“ Die privaten Sender würden gewiss nicht einspringen. John: „Es hat sich nun einmal so ergeben: Das kleinste und schwächste Kind des RBB hat die gewaltigste Aufgabe zu stemmen. Bitte, lasst es nicht verstummen.“

Der Tagesspiegel

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