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Autoexperte bezweifelt Überlebensfähigkeit von GM

Der Sanierungsplan von General Motors (GM) stößt beim Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer auf Skepsis. „GM wirkt wie ein Fass ohne Boden, eine langfristige Strategie fehlt. Es ist fraglich, ob die Milliardenhilfen nachhaltig wirken oder in den nächsten Jahren verpuffen“, sagte der Professor am Institut Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen am Mittwoch im Gespräch mit Handelsblatt.com. An der Überlebensfähigkeit des Konzerns habe er Zweifel: „Auch mit dem Sanierungsplan und den Regierungsgeldern ist eine Erfolgsgeschichte noch lange nicht sicher. Es fehlt ein neuer Ansatz.“

Für Opel hält er Weitermachen wie bisher für die schlechteste aller Alternativen. „Ein Börsengang ist derzeit unmöglich.“ Also bleibe die Möglichkeit, Opel bei GM herauszulösen und eigenständig zu organisieren, zum Beispiel durch Gründung einer Aktiengesellschaft mit der europäischen Rechtsform SE. „Es wird unendlich schwer, ist aber nicht unmöglich. Ich halte diese Lösung noch für die tragfähigste.“ Zunächst müsse aber ein Konzept her. „Bisher ist nichts Sichtbares auf dem Tisch.“

General Motors könne mit 30 bis 40 Prozent an Opel beteiligt bleiben. Den Rest müssten Deutschland und die Länder Nordrhein-Westfalen sowie Hessen kaufen. Möglicherweise würden sich Spanien, Großbritannien, Belgien und Österreich ebenfalls engagieren, weil es dort Opel-Standorte gebe. „Auch Leute, die wie Opel-Händler Peter Dahlmann oder die Opel-Betriebsräte Interesse an einem Einstieg gezeigt haben, sollte man beim Wort nehmen. Das würde beim Verteilen der Risiken helfen.“ Der Staat könnte aus Dudenhöffers Sicht in drei, bis vier Jahren schrittweise mit einem langsamen Ausstieg beginnen.

GMs Ankündigung, in den USA von den bisher acht Marken nur Chevrolet, Buick, Cadillac und GMC fortzuführen, hält Dudenhöffer für sinnvoll „General Motors hat bisher bei der Positionierung von Marken konzeptionslos agiert. Beim derzeitigen Gemischtwarenladen blickt niemand mehr durch.“

P2News

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