Werbeanzeige
Home / Wissen / Gut zu wissen / Auma Obama in über Barack Obama und Perspektiven für Jugendliche
Werbeanzeige

Auma Obama in über Barack Obama und Perspektiven für Jugendliche

„Ich muss meinem Bruder wirklich dankbar sein, er hat den Jugendlichen gezeigt, dass alles möglich ist“, sagt Auma Obama, die Schwester des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama, in der Radiosendung „hr1-Talk“. Die studierte Germanistin arbeitet in Kenia für die Hilfsorganisation „Care International“ mit benachteiligten Jugendlichen. In hr1 spricht sie über ihren berühmten jüngeren Bruder, der aus der zweiten Ehe ihres Vaters stammt, über Kenia und ihre Arbeit.

Auma Obama unterstützt für „Care“ Organisationen, die mit Hilfe des Sports armen Jugendlichen eine Perspektive eröffnen wollen. „Es geht nicht darum, dass sie Sportstars werden, sondern um das, was sie sonst lernen. Wir kümmern uns um die Aids-Vorbeugung, wir klären die jungen Mädchen auf, damit sie nicht ungewollt schwanger werden, wir tun viel in Sachen Umweltschutz: Wer zum Beispiel seine Nachbarschaft sauber hält, bekommt Punkte, die auch für den Sieg bei einem Turnier zählen“.

Der Erfolg von Barack Obama bedeute für Kenia enorm viel: „Die Kenianer sind alle zehn Meter groß geworden. Alle unsere Köpfe sind im Himmel! Wir sind sehr, sehr stolz. Man merkt, dass eine neue Energie im Land ist“, sagt die 49-jährige Auma Obama, die in Kenia geboren ist, von 1980 bis 1996 in Deutschland studierte und ihren Doktor machte. Weil in Deutschland oft von ihrem „Halbbruder“ Barack die Rede sei, betont sie ausdrücklich: „Die Tatsache, dass mein Bruder eine andere Mutter hat, macht aus ihm in unserer Kultur keinen Halbbruder. Unsere Gesellschaft ist polygam, wir haben mehrere Mütter. Die Mutter von Barack ist auch meine Mutter. Und seine Schwester in Indonesien ist auch meine Schwester.“

Seit Auma Obama denken konnte, wusste sie, dass sie in den USA einen Bruder namens Barack hat. „Mein Vater hat immer gesagt, wir sollten uns schreiben, aber als junges Mädchen hatte ich kein Interesse daran, das war mir zu weit weg.“ Sie war bereits Mitte zwanzig, als sie Barack zum ersten Mal traf. Auma Obama flog aus Deutschland in die USA und quartierte sich erst einmal bei einer deutschen Freundin ein: „Ich musste ja einen Plan B haben, falls es nicht klappte“, erzählt sie. „Aber wir waren uns sofort vertraut“, so Auma Obama in hr1.

„Ich glaube, in manchem sind wir uns sehr ähnlich“, sagt sie. „Mein Bruder will etwas ändern, will, dass es den Menschen besser geht. Und mir geht es genauso. Mein Bruder sagt immer: ,I am blessed“, ich bin gesegnet – das ist ja auch die Übersetzung seines Namens Barack. Und auch ich habe dieses Gefühl, weil ich die Möglichkeit habe, jungen Leuten Türen zu öffnen. Wir sind beide überzeugt, dass die Jugend die Zukunft ist“.

Barack Obama habe sich seit seinen Zeiten in Chicago, wo er anfangs als eine Art Sozialarbeiter tätig war, nicht grundsätzlich verändert, findet Auma Obama. „Was er ist, was er macht und woran er glaubt, ist nur größer geworden und hat mehr Leute erreicht. Und mehr Leute sind überzeugt von dem, was er versucht“.

Die große öffentliche Begeisterung für ihn zu erleben, sei manchmal merkwürdig, sagt Auma Obama nachdenklich. „Denn für mich ist er nicht ein Star, auch wenn ich sehr stolz auf ihn bin. Manchmal ist es befremdend und manchmal staune ich einfach, wie er das geschafft hat, so viele Menschen zu bewegen, nicht nur national, sondern global.“ Bei der feierlichen Amtseinführung ihres Bruders im Januar in Washington habe sie besonders berührt, ihn dort oben auf dem Podium zu sehen. „Das war für mich, als ob er angekommen sei. Und ich war froh, dass ich dabei sein konnte“.

Die Beziehung zwischen den Geschwistern habe sich durch die Präsidentschaft nicht verändert: „Ich bin immer noch ich, und er ist mein Bruder. Und wenn ich mit ihm reden will, dann rufe ich ihn an. Politik und unser Privatleben trenne ich ganz einfach.“ Angst um ihre Bruder habe sie nicht: „Warum?“

Hessischer Rundfunk, P2news

Werbeanzeige

Check Also

Das Gehirn und unser Gedächtnis

Wie merkt sich das Gehirn wichtige Dinge? Der genaue Ablauf im Gehirn ist immer noch …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.