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Aufs Gewicht achten beugt Krebs vor

Viel Obst und Gemüse, das haben wir gelernt, beugt Zivilisationskrankheiten und Krebs vor. Neue Studien zeigen aber, dass der krebsschützende Effekt bestimmter lebensmittel überschätzt wird. „Dennoch ist pflanzliche Kost ein wichtiger präventiver Faktor“, sagt Prof. Cornelia Ulrich, Leiterin des Bereichs Präventive Onkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Fitness- und Gesundheitsmagazins VITAL.

Rotes Fleisch von Rind oder Schwein ist besonders für Frauen gefährlicher als bisher angenommen. Es erhöht nicht nur das Risiko für Darmkrebs, sondern begünstigt nach einer aktuellen Studie auch Brustkrebs-Erkrankungen. Die Gefährdung durch Alkohol wird ebenfalls unterschätzt. Wer schon als Teenager sechs- bis siebenmal pro Woche Alkohol trank, trägt später ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko. Soja wiederum wird überschätzt. Der Schutzeffekt der enthaltenen Isoflavone wirkt sich nach neueren Studien fast nur jenseits der Wechseljahre aus. Eine krebsvorbeugende Wirkung von grünem Tee sei ebenfalls nicht nachweisbar. Einer seiner Inhaltsstoffe kann bestimmte Krebsmedikamente sogar unwirksam machen.

Krebs ist eine höchst komplexe Erkrankung, die durch individuell unterschiedliche Prozesse entsteht. „Deshalb unterscheiden sich die Risikofaktoren und die Möglichkeiten der Prävention“, sagt Ulrich. Der gezielte Verzehr bestimmter Lebensmittel mit krebsschützenden Substanzen bringe wenig. „Es gibt nicht das Lebensmittel, das für jeden Menschen einen Schutz vor jeder Krebsart bietet“, erläutert die Expertin. Lycopin in Tomaten oder Sulforaphan in Brokkoli seien nur zwei von vielen bioaktiven Pflanzenstoffen, die vor Krebs schützen.

„Insgesamt scheint der Schutzeffekt im Zusammenwirken der Substanzen zu liegen – und zwar in Form von echtem Obst und Gemüse.“ Vitamin-Präparate hätten sich in fast allen Studien als nicht wirksam erwiesen.Ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse schütze nachgewiesenermaßen insbesondere vor Lungenkrebs sowie gastrointestinalen Tumoren wie Darm-, Magen- und Speiseröhrenkrebs. Jedoch komme es beim Essen nicht nur auf das Was, sondern auch auf das Wieviel an. „Übergewicht erhöht das Krebsrisiko um ein Vielfaches“, warnt Prof. Ulrich.

P2News/VITAL

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