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Auf dem richtigen Weg

Die täglichen Nachrichten erwecken den Anschein, diesseits und jenseits des Atlantiks gerate die Politik in Panik. Dazu tragen die gewaltigen Summen bei, die derzeit in den Kreislauf der Finanzwelt und den der realen Wirtschaft gepumpt werden. Doch der Eindruck täuscht. Die Weltwirtschaft ist auf Talfahrt und das Ausmaß ist aus verschiedenen Gründen weit höher als in allen anderen Abschwungphasen. Denn die Finanzkrise blockiert nach wie vor den normalen Wirtschaftskreislauf und alle Länder sind mehr oder minder gleichzeitig und gleich hart betroffen. Die Reaktionen sind sich deshalb ähnlich und sie sind richtig. Die Regierungen nehmen viel Geld in die Hand und schirmen Risiken ab. Allein die deutschen Haushaltsrisiken summieren sich nach ersten Schätzungen auf rund 200 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden in den nächsten vier Jahren. Doch die Situation ist bei weitem nicht so dramatisch, wie die nackten Zahlen Glauben machen. Denn mit den jetzt aufgenommenen Schulden werden viele Investitionen vorgezogen, die sich in der Zukunft bezahlt machen. Auch der über den Banken aufgespannte Schutzschirm ist keineswegs weggeworfenes Geld. Das alles ist fraglos erst einmal richtig teuer. Entscheidend ist aber, ob es ernsthafte Alternativen gibt. Andere Handlungsoptionen sind derzeit nicht erkennbar und deshalb sind die jetzt hierzulande getroffenen Entscheidungen geeignet, den bevorstehenden Absturz nachhaltig abzubremsen. Hinzu kommt, dass die deutsche Wirtschaft im Gegensatz zur amerikanischen fit genug ist, schnell wieder auf die Beine zu kommen. In den USA wird das trotz der jetzt erfolgten, wirklich dramatischen Zinssenkung sehr lange dauern, weil die Wirtschaft sich dort nicht rechtzeitig modernisiert hat. Diesen Rückstand will der neue Präsident mit viel Geld aufholen. Er hat gar keine Alternative und deshalb ist er auf dem richtigen Weg.

Allgemeine Zeitung Mainz, P2news

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