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Audi Technologie, 20 Jahre TDI-Motoren

Audi feiert 2009 noch ein ganz besonderes Jubiläum: den 20. Geburtstag des TDI. Im Herbst 1989 stand der Audi 100 2.5 TDI auf der IAA in Frankfurt am Main, der erste Audi mit einem direkteinspritzenden Turbodieselmotor. Seitdem hat die Marke mit den vier Ringen ihren Vorsprung immer weiter ausgebaut und viele Meilensteine gesetzt. Audi hat seit 1989 über fünf Millionen TDI-Motoren produziert und verfügt heute über eine breite Palette wegweisender Aggregate. Sie vereinen kraftvollen Durchzug, sportlichen Fahrspaß und vorbildliche Effizienz miteinander und demonstrieren, dass die Technologie auch für die Zukunft großes Potenzial besitzt.

Audi baut schon seit über 30 Jahren Dieselmotoren – der erste Selbstzünder der Marke war ein Fünfzylinder-Sauger mit Vorkammer-Einspritzung, er gab sein Debüt 1978. Elf Jahre später startete die Marke als Technik-Pionier durch und revolutionierte den Diesel-Markt. Unter dem Kürzel TDI vereinten sich die Direkteinspritzung, die Turboaufladung und ein vollelektronisches Motor-Management zu einer ganz neuen Dimension der Antriebstechnik. Seitdem hat die von Audi entwickelte Technologie dem Selbstzünder zu einem ungeahnten technischen Höhenflug und einem überwältigenden Markterfolg verholfen. Der TDI von Audi hat mit dem alten Diesel-Bild „lahm, laut, schmutzig“ ein für allemal aufgeräumt, er hat es ins Gegenteil verkehrt.

Heute führt nahezu jeder Hersteller diese Technik im Programm. „20 Jahre TDI bedeuten 20 Jahre Fortschritt und Dynamik, sportliche Power und Effizienz“, sagt Michael Dick, Vorstandsmitglied der Audi AG für Technische Entwicklung. „Der TDI hat entscheidend zum Aufstieg unserer Marke in das Premiumsegment beigetragen. Er ist heute die erfolgreichste Effizienztechnologie der Welt, unübertroffen in der Relation von Kraftentfaltung und geringem Verbrauch.“ Der Vater der TDI-Technologie von Audi ist Richard Bauder, der auch heute noch die Dieselmotorenentwicklung leitet. Der Startschuss fiel 1976, noch unter dem Eindruck der Ölkrise von 1973, wie Bauder berichtet. „Wir haben damals versucht, einen Verbrennungsmotor mit einem möglichst niedrigen Verbrauch zu entwickeln. Wir haben alle nur denkbaren Konzepte untersucht, bis hin zum Zweitakt-Diesel, und dabei unterschiedliche Einspritz- und Brennverfahren analysiert und weiterentwickelt. Einer unserer großen Durchbrüche war der Zweifeder-Düsenhalter in der Einspritzdüse – er hat die Voreinspritzung einer kleineren Kraftstoffmenge erlaubt. Damit wurde die Verbrennung weicher und die Akustik besser – die Grundvoraussetzung für den Einsatz im Pkw.“

„Diesel-Papst“ Bauder zieht eine stolze Zwischenbilanz: „1989 haben wir mit 900 bar Einspritzdruck begonnen, heute sind wir bei 2.000 bar. In dieser Zeit haben unsere TDI bezogen auf den Hubraum über 100 Prozent Leistung und 70 Prozent Drehmoment zugelegt. Die Emissionen sind gleichzeitig um 98 Prozent gesunken.“ In den letzten 20 Jahren hat der TDI einen imponierenden Aufstieg hingelegt, Audi hat in dieser Zeit über fünf Millionen dieser Motoren produziert. Über alle Marken hinweg nutzt heute etwa jeder zweite in Europa gebaute Pkw das TDI-Prinzip. Die TDI, die Audi heute anbietet, sind bravouröse Alleskönner – sie sind sauber und effizient, zuverlässig, kultiviert, komfortabel und stark.

Im Motorsport, dem härtesten Prüflabor der Welt, beweisen sie, wie eng Effizienz und Dynamik bei Audi zusammen gehören. Der Rennwagen R10 TDI, dessen V12-Diesel über 650 PS leistet, hat von 2006 an dreimal in Folge das 24 Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen. Sein Nachfolger R15 TDI, der einen V10-Diesel nutzt, belegt seit seinem Debüt 2009 auf Anhieb Spitzenplätze. Auch in der Serie brillieren die TDI-Motoren von Audi mit ihrer bulligen Kraft. Die Topversion des Q7 hat den stärksten Pkw-Seriendiesel der Welt unter der Haube. Der V12 TDI holt aus seinen 6,0 Liter Hubraum 500 PS und 1.000 Nm Drehmoment – er verleiht dem großen SUV die Performance eines Sportwagens. Der 2.0 TDI mit 170 PS und 350 Nm Drehmoment ist ein weiterer Sportmotor – er arbeitet so kraftvoll und kultiviert, dass er im dynamischen TT und im TT Roadster eine blendende Figur macht.

Dieselmotoren verwerten die Energie, die in ihrem Kraftstoff steckt, von Haus aus besonders gut, und die Technologien aus dem Modularen Effizienzbaukasten von Audi steigern diesen Effekt weiter. Intelligent gemanagte Nebenaggregate wie eine bedarfsgesteuerte Ölpumpe beanspruchen weniger Energie. Aufwändige Produktionsmethoden reduzieren die Reibung in den Motoren – bei vielen Aggregaten beispielsweise werden die Zylinderlaufbahnen mit Laserlicht geglättet. Das macht sie noch dauerhafter, senkt den Ölverbrauch weiter und erlaubt niedrigere Spannkräfte bei den Kolbenringen, was die Reibung und den Kraftstoffverbrauch senkt.

Außerhalb der Motoren tragen Start-Stop- und Rekuperationssysteme ebenso zur hohen Effizienz bei wie zahlreiche Maßnahmen an den Fahrzeugen. Sie erstrecken sich vom Karosserieleichtbau in Aluminium bis zu zum LED-Licht und von der hocheffizienten Klimaanlage bis zur ökonomischen Routenführung im Navigationssystem. Durch dieses geballte Hightech hat Audi heute 33 Modelle mit einer CO2-Emission von weniger als 140 Gramm pro Kilometer im Programm – fast alle mit TDI-Motoren. Sie erzielen vorbildliche Verbrauchswerte. Der 2.0 TDI im A4, 136 PS stark, gibt sich mit 4,6 Liter/100 km zufrieden – ein CO2-Äquivalent von 119 Gramm/km. Der 1.6 TDI, der 2010 in die A3-Baureihe einzieht, leistet 105 PS, konsumiert jedoch lediglich 3,8 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer – entsprechend nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer.

Auch 20 Jahre nach der Markteinführung des ersten TDI baut Audi seinen Vorsprung weiter aus und ist glänzend für die Zukunft gerüstet. Die innovative clean diesel-Technologie macht das Abgas noch sauberer, indem sie die Stickoxide zum größten Teil in unschädlichen Stickstoff und Wasser umwandelt. Der 3.0 TDI clean diesel hält schon heute die strengsten in den USA geltenden Abgaslimits und die für 2014 angekündigten Euro 6-Grenzwerte ein. Sowohl im Q7 als auch im A4 ist er bereits am Markt.

Bei den Kraftstoffen setzt Audi mittelfristig auf die Biotreibstoffe der zweiten Generation wie Sunfuel – sie nutzen auch die Abfälle der Energiepflanzen und nicht, wie heutiger Biodiesel, nur deren Früchte. Bei der Verbrennung geben sie lediglich so viel Kohlendioxid ab, wie sie während ihres Wachstums der Atmosphäre entzogen haben. Unabhängig davon wird Audi den Verbrauch seiner Fahrzeugflotte weiter senken – bis 2012 um 20 Prozent gegenüber dem Wert von 2007. Die Potenziale, die im TDI stecken, sind noch lange nicht ausgereizt. In den vergangenen 20 Jahren hat Audi mit diesem Motorprinzip eine überwältigende Erfolgsstory geschrieben – und sie wird im nächsten Jahrzehnt fortgesetzt.

P2News/auto-reporter

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