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Aston Martin Fundraising untergräbt Handel – Boykott möglich?

“Mit größter Sorge muss das Aston Martin Fundraising Konzept im Hinblick auf die existierenden Händlerverträge im Mittleren Osten und weltweit betrachtet werden”, kommentiert Stefan Spruck, Board Member von Middle East Aston Martin, die jüngsten Aussagen des Aston Martin Mehrheiteigentümers DAR Investment aus Kuwait. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Rande des Islamic Finance Summit in Dubai berichtet, es sollen nach Willen des Mehrheitseigentümers von Aston Martin, die kuwaitische Investment Firma DAR, die existierenden Händlerverträge gekündigt werden, um Platz für ein neues Vertriebskonzept zu schaffen. Spruck berichtet in diesem Zusammenhang von besorgten Händlern auch aus Deutschland und Europa, die diese Entwicklung mit größter Sorge beobachten.

Im Gegensatz zu den Schönfärbereien von Adham Charanoglu, Business Developement Manager von DAR, teilt Stefan Spruck vielmehr die Einschätzung von Investment Banken, DAR habe den Einstieg bei Aston Martin mit 60 bis 70 Prozent überteuert bezahlt und stünde nun vor einem Problem. Der Weg Händlerverträge an den Meistbietenden zu verschachern um die laufenden Kosten zu decken, könnte für die Investoren ein böses Erwachen geben. Die Konsequenzen für Kunden und Service könnten beträchtlich sein. “Unter seinem Edeldesign rumpelt die ehemals britischen Luxusikone wohl eher in eine ungewisse Zukunft wenn sich das PR-Theater an den Realitäten des Marktes messen lassen muss”, so Spruck.

Es sei nicht nachvollziehbar mit welcher Arroganz Aston Martin und deren kuwaitische Eigentümer DAR sich damit zum Teil über bestehende Gesetze und Verträge hinwegzusetzen scheinen. Selbst einer der herausragensten Ingenieure, der Automobilgeschichte geschrieben hat, wie Aston Martin CEO Dr. Ulrich Bez, habe keine Handlungsspielräume, wenn die Händler zur Wahrung Ihrer Interessen die Abnahme der Fahrzeuge schlichtweg verweigern würden. Dabei bezieht sich Spruck, Board Director von Middle East Aston Martin, auf Marktstimmungen, denen unbedingt durch eine vertrauensvolle und offene Kommunikationskultur entgegengewirkt werden müsse.

Würde dieses Beispiel, Händler zum Kauf von Unternehmensbeteiligungen zu zwingen, Schule machen, dann wären Händler mit vollem Risiko von den Herstellern abhängig und würden ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit verlieren. Gerade in den jungen Märkten des Mittleren Ostens, die sich im Hinblick auf Marktpotentiale hoch professionell entwickeln, hätte diese Diktatur der Konzerne katastrophale Auswirkungen denen sich Händler, Investoren und Politik entgegenstellen müssten. In einem solchen Szenarium könne es nur Verlierer geben. “Es gibt eine Vielzahl überaus positiver Beispiele von erfolgreichen Beteiligungen und Übernahmen durch hoch professionelle Investoren aus dem Mittleren Osten, die Unternehmen und Arbeitplätze weltweit gesichert haben”, so Spruck, doch DAR müsse an Aston Martin erst noch beweisen, dass sie sich hier würdig einreihen könnten.

Hoffnung gäbe es jedoch, so Stefan Spruck, da eine Kapitalspritze der inzwischen in Schieflage geratenen deutschen WestLB in Höhe von $450 Millionen mit einem Sharia-konformen Islamic Loan bereit gestellt wurde. Damit soll die Akquisition Aston Martins aus dem Ford Konzern heraus finanziert werden und, wie Bloomberg erst berichtete, Gelder in das Unternehmen für deren laufenden Kosten gepumpt werden. Ein Unternehmen wie Aston Martin, dem zur Zeit einige der besten Mitarbeiter das Vertrauen entziehen und das Unternehmen verlassen, das sich erhebliche Fertigungs- und Ingenieursleistungen teuer auf dem Markt erkaufen müsse, sei in einer schwierigen Situation. Es gäbe keine andere Wahl als sich zum Beispiel bei Mercedes Benz eben diese einzukaufen. Der Schwabe Dr. Ulrich Bez und die Männer aus Stuttgart sprechen sicherlich eine Sprache, ob es nun jedoch Zufall sei, daß die WestLB auch beim deutschen Automobilhersteller Mercedes-Benz signifikante Anteile halte wie ebenso das Land Kuwait und ob dies Auswirkungen auf die Produktionsstandorte habe, bliebe mit Spannung abzuwarten.

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