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Ärzte denken bei der Rheuma-Behandlung um

Rheumapatienten wurde lange geraten, zu Beginn der Erkrankung zunächst mit „harmlosen“ Arzneimitteln eine Behandlung zu versuchen und erst bei fehlendem Erfolg aufzustocken. Ein Irrweg, wie viele Experten inzwischen erkannt haben. „Behandle früh und intensiv“, lautet heute ihr Motto, berichtet die „Apotheken Umschau“. Die Begründung: Nur wenn die Therapie sofort anschlägt, lassen sich Schäden an Knorpel und Knochen der Gelenke verhindern. „Was kaputt ist, ist kaputt“, stellt Professor Ulf Müller-Ladner klar, Leiter der Abteilung Rheumatologie und klinische Immunologie an der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim. So beginnt eine Behandlung heute oft mit dem aus der Krebstherapie bekannten Zellgift Methotrexat (Mtx). Es wird anfangs häufig kombiniert mit Kortison, weil Mtx erst nach einigen Wochen wirkt. Die ebenfalls sehr wirksamen neuen „Biologika“ stehen den Ärzten noch nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Sie sind sehr teuer, und ihre möglichen Nebenwirkungen müssen noch besser erforscht werden. Aus beiden Gründen bezahlen die Krankenkassen sie erst, wenn andere Therapien erfolglos blieben.

P2News/Apotheken Umschau

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Ein Kommentar

  1. “Behandle früh und intensiv” bedeutet bei der Standardmedikation auch, frühe Nebenwirkungen inkauf zu nehmen. So sehr es wünschenswert ist, nicht erst zu warten, bis neben den Schmerzen auch erste Deformationen aufgetreten sind, so wäre es auch nötig, zuerst den Patienten dazu anzuleiten, die Selbstheilungskräfte seines Körpers zu aktivieren. Gerade rheumatoide Arthritis ist ja ein Krankheitsgeschehen, das der Körper sich selbst zufügt – und in eben dem Maße kann er es auch selbst heilen!

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