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Artenschutz: Rettung um jeden Preis?

Für das Überleben bedrohter Tierarten wird viel Geld ausgegeben. Zu viel, sagen Kritiker. Um den Lebensraum des bedrohten Kammmolchs zu schützen, wird die A44 bei Kassel für 50 Millionen Euro durch Tunnel geführt. 5.000 Molche leben in der Region. Das macht 10.000 Euro pro Tier – und die betroffenen sechs Kilometer A44 zum teuersten Autobahnabschnitt Deutschlands.

Wie die Zeitschrift P.M. MAGAZIN berichtet, unterziehen Ökonomen die Natur inzwischen einer Kosten-Nutzen-Rechnung. Der Harvard-Professor Martin Weitzman und sein Kollege Robert Stavins versehen die Umwelt mit Preisschildern. Beispiel Korallenriffe: Sie beherbergen etwa drei Millionen verschiedene Arten und dienen 30 Millionen Küsten- und Inselbewohnern als Nahrungsquelle – Wert: 130 Milliarden Euro. Beispiel Bienen: Sie bestäuben Kulturpflanzen, die der Mensch zum Überleben braucht – Wert: 153 Milliarden Euro.

Aber welches Preisschild soll dem Kammmolch umgehängt werden? In der Praxis würde die Nützlichkeitsberechnung schnell an ihre Grenzen stoßen. „Es gibt keine Faustformel, um den Wert einer Art zu berechnen“, sagt Ingo Bräuer, Umweltökonom am Potsdam-Institut für

P2News/Gruner+Jahr, P.M. Magazin

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