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Armutszeugnis Gesundheitskarte

Totgesagte leben länger: Die elektronische Gesundheitskarte kommt – wenn auch deutlich abgespeckt. Die IT-Branche dürfte es mit Genugtuung vernommen haben. Bislang investierte sie Millionen in das Prestigeprojekt von Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Jetzt kann sie die Früchte ihrer Arbeit endlich ernten. Für die Versicherten dürfte sich allerdings wenig ändern. Sie werden die neue E-Card vorerst genauso benutzen wie ihre bisherige Versichertenkarte. Der tatsächliche Nutzen ist in der jetzt vor der Auslieferung stehenden Version bei weitem nicht ausgereizt. Auch wenn Betreiber und Kassen nicht müde werden zu behaupten, dass das System auch so eine Menge Geld einspart. Zugegeben, geschätzte eine Milliarde Euro Einsparungen durch deutlich weniger Missbrauch sind kein Pappenstiel. So richtig lohnen wird die elektronische Gesundheitskarte aber erst, wenn alle technisch machbaren Leistungen auf ihr vereint sind. Und dazu zählt auch das elektronische Rezept, das noch immer auf Eis liegt – und das nach gut sieben Jahren Projekt- und Entwicklungsarbeit. Ein Armutszeugnis.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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